Mächtig filigran…

Wasserturm von Kibri mit Teilen von Krüger Modellbau

Für die Wasserversorgung der Dampflokomotiven und aller anderen Bahnanlagen verfügten die Betriebswerke und die mit Wasserkränen ausgestatteten Bahnhöfe über einen oder manchmal auch mehrere Wassertürme in unterschiedlichsten Ausführungen. Die Bauarten waren nur bedingt vereinheitlicht und regional recht verschieden. Dabei richtete sich die Größe und Ausstattung immer nach dem Bedarf der durch den jeweiligen Wasserturm zu decken war. Dieser Beitrag zeigt, wie man aus zwei handelsüblichen Bausätzen und einem Zurüstsatz mit filigranen Ätzteilen ein imposantes Bauwerk erstellen kann.

Angeregt durch einen von der Firma Krüger Modellbau konstruierten Zurüstsatz für den Wasserturm „Ottbergen“ der Firma Kibri und in Anlehnung an einen Beitrag des geschätzten Autorenkollegen Jörg Chocholaty im EK-Heft 5/94 soll ein modifizierter Wasserturm entstehen, der technisch und optisch vom Ausgangsmodell abweicht.

Grundlage bildet der Kibri-Bausatz „Ottbergen“ (H0 9428), der im gut sortierten Fachhandel erhältlich ist. Von diesem Bausatz werden zwei Stück benötigt, um sowohl den zylindrischen oberen Teil des Turms, als auch den Behälter zu erhöhen. So soll dem Bauwerk nicht nur ein mächtigeres Aussehen verliehen werden, sondern technisch betrachtet durch den größeren Wasservorrat und durch die höhere Fallhöhe einen höheren Wasserdruck und damit kürzere Füllzeiten ermöglicht werden. Verfeinert wird der Turm durch filigrane Neusilber-Ätzteile aus dem Zurüstsatz 98905 von Krüger Modellbau aus Dautphethal (www.krueger-modellbau.de), der direkt über Herrn Krüger zu beziehen ist. Hier sind die Bauteile – Umlauf mit Geländer und Geländerstützen, Wasserstandsanzeiger, Gussfenster und Inspektionsgerüst mit Leiter – aus 0,2 mm dicken Neusilber-Ätzteilen enthalten.