„Schweres leicht gemacht...“

„Schwere Sackkarre von KoTol-Hobby Modellbahn“

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Bis in die heutige Zeit sind sie da, wo Güter umgeschlagen werden unverzichtbar – Sackkarren. Hier in der schweren Ausführung als H0-Modell von der Kleinkunstschmiede „KoTol – Hobby

So nützliche Utensilien wie Sackkarren kann jeder, der in irgendeiner Weise mit dem Güterumschlag zu tun hat, gut gebrauchen. Bei manchen Aufgaben sind sie unverzichtbar. Das gilt natürlich auch im Kleinen. Besonders gelungene Exemplare im Maßsstab 1:87 findet man im Sortiment von Kotol.

Der Transport von Gütern ist eine der Hauptaufgaben der Eisenbahn. Dazu müssen die Güter jedoch erst einmal auf- oder eingeladen und am Bestimmungsort wieder ab- oder ausgeladen werden. Um dies auf leichte Art zu bewerkstelligen, macht man sich gerne die Gesetzte der Physik zueigen. Ein klassisches Beispiel für die Arbeitserleichterung  ist die Sackkarre. Mit ihr lassen sich auch schwere Güter leicht aufnehmen und in einen Güterwagen transportieren.

Die Kleinkunstwerkstatt KoTol-Hobby Modellbahn aus Berlin (www.kotol.de) bietet in ihrer Produktlinie eine „Schwere Sackkarre“ als Bausatz und Fertigmodell an. Unter der Artikelnummer 87-470-0 erhält man für 3,95 Euro den Bausatz und unter 87-470-1 für 9,95 Euro das Fertigmodell. Die Artikel sind, wie im Übrigen alle Produkte von KoTol, im Direktvertrieb, zuzüglich der Versandkosten, zu beziehen. In diesem Beitrag stellen wir den Bausatz der Sackkarre vor.

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Der Bausatz besteht aus zwei Neusilber-Ätzplatinen, zwei Ätzteilen und einem kleinen Stück Messingdraht

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Die beiden Holme müssen senkrecht mit den fünf Querholmen verlötet werden. Dabei dient die Ätzplatine „1“ als Montagelehre!!!

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Die drei Radsegmente werden auf das Stück Messingdraht aufgezogen und nach dem Ausrichten der Speichen an der Lauffläche verlötet

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Nach dem sorgfältigem Versäubern und Reinigen der Lötstellen, folgt die Grundierung und schließlich die farbliche Gestaltung. Mit einem feinen Pinsel setzt man die Stützbügel und Achslager schwarz ab

Der Modellbau

Der Bausatz besteht hauptsächlich aus Neusilber-Ätzteilen und einem Stück o,4 mm dickem Messingdraht. Um den Zusammenbau der Sackkarre zu erleichtern, hat sich Mario Koch bereits beim Aufbau der Ätzplatinen Gedanken gemacht. So dienen diese nicht nur als sichere Transportverpackung, sondern gleichzeitig auch als Montagehilfe. Begonnen wird mit den beiden Holmen der Sackkarre. Bevor sie verlötet werden, ist die Ätzplatine mit den Querholmen (Teil 2) auf einer nicht wärmeableitenden Unterlage mit Tape festzulegen. Sodann sind die beiden Holme aufrecht in die Nuten der Platine einzulegen und ebenfalls mit einem kleinen Streifen Klebeband zu fixieren. Mit Weichlot und etwa 400° C an der dünnen Lötspitze lassen sich die Teile schnell und dauerhaft verbinden. Mit einem Glasfaserstift reinigt man zunächst die Lötstelle. Dabei verbleibt die Konstruktion noch in der Platine. Erst wenn dies geschehen ist, wird das Bauteil mit einem Skalpell vorsichtig herausgetrennt. Die überstehenden Verbindungsstege der Querholme sollte man mit einer Nadelschere abtrennen, um die Trennstellen dann mit einer Nagelfeile zu glätten.

Im nächsten Schritt sind nun die Räder an der Reihe. Hier werden zunächst die Achsaufnahmen mit einem o,4 mm dicken Bohrer aufgeweitet. Nun trennt man die drei Radsegmente aus der Platine und versäubert sie. Um sie zu verlöten, werden sie erst auf ein Stück o,4 mm dicken Messingdraht aufgezogen. Dabei zeigen jeweils die profilierten Seiten nach außen. Dann richtet man mit einer Pinzette die Speichen aus und fixiert die Radscheiben mit einer Kreuzpinzette. Auf die Radlaufflächen wird nun etwas Weichlot aufgestrichen, dann verlötet und schließlich glatt gefeilt.

Bevor die Bauteile lackiert werden, müssen sie gereinigt und entfettet werden. Gute Dienste leistet hier ein Ultraschallbad. Danach folgt die Grundierung mit dem Haftgrund von Weinert (2698). Die Holme mit den Querholmen werden „holzfarben“ (Model Master wood 1735) lackiert, während die Platine „3“, sowie die Räder mit Achse, schwarz (Weinert RAL 9005 – 2646) eingefärbt werden. Zum Schluss setzt man an den Holmen die Stützeisen und Achsaufnahme schwarz (Revel SM 302) ab.

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Auch ohne Verwitterungsspuren hinterlassen die Sackkarren von KoTol durch ihre vielen filigranen Details einen hervorragenden Eindruck

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Passen hervorragend zusammen – Das Güterschuppenpersonal von Preiser und die schwere Sackkarre mit Gütern von KoTol-Hobby.

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Von der Rückseite sind die feinen Stützbügel deutlich zu erkennen

Nach dem Trocknen der Farbe wird der Metallrahmen (Teil „3“) auf die Vorderseite der Sackkarre geklebt. Dazu eignet sich Sekundenkleber-Gel, da dann das Teil in Ruhe so ausgerichtet werden kann, dass der obere Querholm mit dem oberen Holm des Teils deckungsgleich ist. Nun setzt man die Räder ein und knickt zum Schluss die Ladefläche so ab, dass sie flach auf dem Boden aufliegt, wenn die Sackkarre aufrecht steht.

Ein paar Verwitterungsspuren mit etwas Rost an den Metallteilen und etwas stark verdünntem Schwarz an den holzfarben Teilen, schließen die Arbeiten ab.

Nun kann die Sackkarre ihre helfenden Dienste in Angriff nehmen und so manchem Preiserlein die Arbeit erleichtern. Mit diesem hervorragend durchkonstruierten kleinen Modell lassen sich verschiedene Ladeszenen nachstellen und so das Leben an der Laderampe noch realistischer gestalten.

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Endlich Feierabend....

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