Gastarbeiter auf Zeit!

Als Schlusswagen in einem Zugverband nimmt der Omm 39 seine Reise auf...

Vor wenigen Wochen lieferte PIKO den offenen GĂŒterwagen Omm 39 mit neuer Beschriftung aus. Aus diesem Anlass stellen wir das schon etwas betagte Modell vor und beschreiben zahlreiche Verfeinerungen.

Der Omm 39 beim Vorbild

WĂ€hrend die Industrie und das Handwerk erst in den 60er und 70er Jahren auf auslĂ€ndische ArbeitskrĂ€fte zurĂŒckgreifen mussten, wurde der Bedarf bei der jungen Deutschen Bundesbahn schon auf andere Weise deutlich frĂŒher geweckt.                                       Mit dem WiederaufblĂŒhen der Wirtschaft nach dem zweiten Weltkrieg stieg die Nachfrage nach offenen GĂŒterwagen rasant an. Da der Fahrzeugpark durch die Kriegsjahre stark dezimiert und heruntergewirtschaftet war, mussten neue Fahrzeuge beschafft werden. Aber weder die Ausbesserungswerke, noch die heimische Industrie, waren in der Lage in kurzer Zeit entsprechende StĂŒckzahlen zur VerfĂŒgung zu stellen. So griff man auf auslĂ€ndische Konstruktionen zurĂŒck und bestellte, neben belgischen Wagen, auch 1.150 offene Wagen der tschechischen Bauart. Die Deutsche Bundesbahn nahm diese Wagen in den Jahren 1948/49 ab und stellte sie zunĂ€chst im Gattungsbezirk Duisburg als Ommu ein.          Die Wagen wurden als geschweißte Bauart in zwei AusfĂŒhrungen, als Leitungswagen (Ohne Bremsanlage, nur mit Druckluftleitung) oder mit einer BremserbĂŒhne und Bremsanlage, geliefert. Das Untergestell war konventionell aus Lang- und QuertrĂ€gern sowie den beiden KopfstĂŒcken zusammengeschweißt.Das Laufwerk besaß GleitlagerradsĂ€tze und ein RechteckschakengehĂ€nge.

Die Bremsbacken werden mit einer MetallsÀge hinter dem Achshalterblech abgetrennt.

Zur Verringerung der Materialdicke des Achslagerbleches, wird dieses angeschrÀgt.

Der Wagenkasten bestand aus StahlblechwĂ€nden. Die StirnwĂ€nde waren auf beiden Seiten eingehĂ€ngt und heraus zu heben. In den SeitenwĂ€nden standen zur Entladung in der Wagenmitte zwei ĂŒbereinander angebrachte, auszuhebende Segmente und zu den Wagenenden je eine Ladeklappe zur VerfĂŒgung. Durch diese fĂŒr einen tschechischen Wagen typische Klappenkonstruktion wurden diverse Handgriffe am Wagenkasten notwendig.                        Im Rahmen der Umbezeichnung erhielten die Wagen 1951 die Bezeichnung Omm 39. Dabei stand die 9 als Synonym fĂŒr einen auslĂ€ndischen Wagen.         Nach nur zehn Jahren Nutzungsdauer stellten sich bereits erhebliche MĂ€ngel an den SchweißnĂ€hten ein. Zudem hĂ€uften sich die UnfĂ€lle mit den eigenartigen Ladeklappen und -segmenten in den SeitenwĂ€nden, da die Wagen nicht so verbreitet und damit die Handhabung der unterschiedlichen Klappen nicht so bekannt war. Daraus resultierte, dass die Kundschaft die Wagen mehr und mehr ablehnte. Dies veranlasste die DB dazu, in den Jahren 1958/59 ein Umbauprogramm einzuleiten. So stattete man die noch vorhanden 1.145 Wagen mit einem neuen, kippfĂ€higen Kastenaufbau, der in Anlehnung an die UIC-Bauart erstellt wurde, aus. Die Wagen erhielten die Bezeichnung Omm 49 und waren teilweise noch bis 1987 im Einsatz.

WĂ€hrend der Wagenkasten aus einem Teil besteht, ist das Untergestell mit zahlreichen Ansteckteilen ausgerĂŒstet.

Die VerlĂ€ngerungen der Pufferbohle werden auf der RĂŒckseite mit einem zusĂ€tzlichen Kunststoffprofil verstĂ€rkt, wĂ€hrend auf der senkrechten Strebe des Sprengwerkes ein U-Profil aufgeklebt wird

Um die Höhe des Wagens zu senken, ist der Zwischenraum zwischen Untergestell und Wagenkasten zu verringern.

Die Stangen der Ă€ußeren Ladeklappen werden ebenfalls entfernt.

Die zu schmale Pufferbohle muss an beiden Seiten durch kleine Kunststoffprofile verlÀngert werden.

Der Omm 39 beim Vorbild

Wenn im Vorwort von einem betagten Modell die Rede ist, so ist dies darauf zurĂŒck zu fĂŒhren, dass das Wagenmodell bereits zu DDR-Zeiten produziert und ausgeliefert worden ist. Aufgrund der Weiterentwicklungen im Modell- und Produktionsbereich wurden die Wagen mit einer Kurzkupplungskinematik ausgestattet. Dazu mussten die AchslagerbrĂŒcken geĂ€ndert werden. Gleichzeitig verbesserte man die Beschriftung durch den Einsatz neuer Techniken. So wurde das Modell in der ĂŒberarbeiteten Fassung bereits Ende der Neuziger Jahre schon einmal fĂŒr begrenzte Zeit mit der DB-Beschriftung ausgeliefert. WĂ€hrend der Wagen bisher als Ommu des Gattungsbezirkes Duisburg (54852) und mit tschechischer Beschriftung (54858 – Auslaufmodell!) erhĂ€ltlich war, liegt uns nun die neuste DB-Version mit der Wagennummer 839 174 und dem Revisionsdatum 7.10.53 vor. Es zeigt den Wagen unmittelbar nach seiner Umbezeichnung zum Omm 39 und damit im ersten seiner zwei Revisionsintervalle.

Die kleinen, angegossenen Griffe werden mit einem Flachstichel abgeschabt und durch DrÀhte ersetzt.

Die Bohrungen fĂŒr den Stelldraht aus Messing sind an den filigranen Halterungen vorsichtig anzubringen.

Eigentlich war die Entscheidung, dieses Wagenmodell zu produzieren, ein gewagter Schritt, da das Vorbild fĂŒr einen offenen Wagen eine verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig geringe StĂŒckzahl aufwies und bei der Deutschen Bundesbahn nur eine Lebensdauer von zehn Jahren hatte. So reduzieren sich die Variationsmöglichkeiten auf epochal eingeschrĂ€nkte Beschriftungsvarianten oder auf eine AusfĂŒhrung mit einer BremserbĂŒhne und Bremsanlage, die jedoch zurzeit bei PIKO nicht geplant ist. Anders steht es mit dem Fahrwerk, dass, wie beim Vorbild, noch Verwendung bei dem in den nĂ€chsten Wochen erscheinenden Omm 49 findet.

Interessiert schauen die beiden Bahnbediensteten auf die Anschriften des offenen Wagens tschechischer Bauart, von dem 1.150 StĂŒck bei der DB eingestellt waren.

Verfeinerung

Das Modell besteht aus dem schwarzen Untergestell und dem rotbraun eingefĂ€rbten Wagenkasten. Zwischen den zusammengesteckten Bauteilen ist ein MetallstĂŒck als Ballast versteckt. Bedauerlicherweise wird durch diese Art der Konstruktion die Gesamthöhe des Modells im Vergleich zum Vorbild ĂŒberschritten und muss korrigiert werden.                            ZunĂ€chst ist der Wagen in seine Einzelteile zu zerlegen. Dabei wird das Untergestell vorsichtig vom Wagenkasten abgezogen. Die Verbindung zwischen den Teilen besteht aus Zapfen die in Buchsen eingefĂŒhrt werden. Ebenso sind das Sprengwerk und die Puffer Steckteile, die sich einfach abziehen lassen.

Da das entsprechende Vorbild ohne BremserbĂŒhne, nur als Leitungswagen, im Wagenpark lief, sind die nachgebildeten Bremsen und die Bremsanlage an dem PIKO-Modell zu entfernen. Dazu löst man die eingeklipsten Achshalter  aus dem Untergestell und spannt sie in einen Schraubstock ein. Sodann lassen sich die Bremsbacken in einer Flucht hinter den Achshalterblechen abtrennen. Mit einem Skalpell werden die Schnittstellen versĂ€ubert. Gleichzeitig können die Kanten der Achsbleche durch seitliches Anfeilen stark verjĂŒngt werden, um eine vorbildgerechte Dicke dieser Bauteile darzustellen. An der Unterseite ist die nachgebildete Bremsanlage weg zu frĂ€sen. Die Pufferbohle erhĂ€lt Federpuffer mit Sockelplatten, Rangiergriffe und auf einer Wagenseite beidseitig angebrachte Rangiertritte von Weinert (www.weinert-modellbau.de). Auf der gegenĂŒberliegenden Seite sind unter der Pufferbohle Seilösen zu ergĂ€nzen. Da die Pufferbohle nicht breit genug ist, wird links und rechts ein Spalt bis zu den EckstĂŒtzen sichtbar. Beim Vorbild befinden sich an diesen Stellen aufgenietete Bleche. Diese sind durch senkrecht aufgeklebte StĂŒcke aus 1,5o x o,25 mm großen Kunststoffprofilen von Evergreen nachzubilden. Kleine StĂŒcke von 1,oo x o,5o mm, auf der RĂŒckseite aufgeklebt, stabilisieren die Verbindung. Will man auf die Funktion der Kurzkupplungskulissen verzichten, besteht die Möglichkeit die Pufferbohle noch mit einem Bremsventil und einer Schraubkupplung in einer entsprechenden Aufnahme zu komplettieren. Am Sprengwerk ist noch ein senkrechtes U-Profil (1,5o mm) anzukleben. Damit sind die Arbeiten am Untergestell zunĂ€chst abgeschlossen.

Nun zum Kastenaufbau oder besser: „Mit 122 Bohrungen zum Erfolg!“. Will man die vielen Griffe, Hebel und Anbauteile tatsĂ€chlich durch freistehende Exemplare ersetzten, ist eine solche Anzahl von Bohrungen notwendig. ZunĂ€chst gilt es jedoch die Höhe des Wagens zu korrigieren. WĂ€hrend das Untergestell und der Kastenaufbau einzeln betrachtet im annĂ€hernd richtigen Maßstab nachgebildet ist, stimmt beim zusammengesetzten Wagen die Höhe der Oberkante ĂŒber der Schiene nicht mehr. So ist der Kastenaufbau zu hoch auf dem Unterwagen montiert. Erkennbar wird dies bereits an den KastenstĂŒtzen, die nicht bis zur Unterkante der LangtrĂ€ger reichen. Augenscheinlich wird damit dem Ballast Tribut gezollt, der in Form eines MetallstĂŒcks im Zwischenraum untergebracht ist. Um dieses zu korrigieren mĂŒssen neben den Verbindungszapfen und –buchsen, die StirnwĂ€nde an der Unterseite ausgefrĂ€st werden. Diese Arbeit ist am besten mit einem zylinderförmigen FrĂ€skopf zu erledigen. Dabei bleibt das unter der Stirnklappe nachgebildete GestĂ€nge erhalten, wĂ€hrend die Pufferbohle spĂ€ter dahinter ein wenig verschwindet. Im Maßstab 1:87 sollten es eigentlich fast 2mm sein, aber dies ist nur schwer zu erreichen und so stellt sich schon ein sichtbarer Erfolgt ein, wenn die KastenstĂŒtzen mit der Unterkante der LangtrĂ€ger abschließen. Der Höhenunterschied zu anderen offenen GĂŒterwagen wird dann bereits sichtbar.

FĂŒr die Verfeinerung der Stirn- und SeitenwĂ€nde sind verschiedne Werkzeuge notwendig. Um gleichmĂ€ĂŸige Griffe zu erhalten leistet eine schmale Zange gute Dienste.

WÀhrend die kleinen Griffe wie an den StirnwÀnden zu ersetzten sind, kommt bei den Verschlusshebeln eine spezielle Zange von Weinert zum Einsatz.

Im unlackierten Zustand sind die vielen Verfeinerung, fĂŒr die am Wagenkasten nicht weniger als 122 Bohrungen notwendig sind, deutlich sichtbar.

Im Vergleich zum unbehandelten Wagen werden die korrigierte Wagenhöhe und die Verfeinerungen deutlich.

Ein damals noch junger Ommu im Mai 1949 in OsnabrĂŒck    Aufn.: Carl Bellingrodt / EK-Archiv

Nach dieser Korrektur sind die SeitenwĂ€nde an der Reihe. So werden an den StirnwĂ€nden zunĂ€chst die oberen Griffstangen abgetrennt und die Oberseiten mit den notwendigen Bohrungen versehen. Dabei ist darauf zu achten, dass die Bohrungen nicht zu weit außen angesetzt und dann an den OberflĂ€chen sichtbar werden. Die Griffe sollte man erst zum Ende der Verfeinerung einsetzen, da sie sonst drohen verformt zu werden und zudem bei den folgenden Arbeiten im Weg sind. So sind nun die etwas zur Wagenmitte ansteigenden Oberkanten der WagenwĂ€nde waagerecht und die etwas krĂ€ftigen Obergurte dĂŒnner zu feilen. Bei diesem Arbeitsgang können auch die Unterkanten und die KastenstĂŒtzen entsprechend bearbeitet werden. Zudem sind an den EckstĂŒtzen die falsch positionierten Griffstangen, ebenso wie die erhabenen Felder fĂŒr die Bremszeichen zu entfernen und diese Stellen plan zu feilen.

Nun wendet man sich wieder den StirnwĂ€nden zu und schabt vorsichtig mit einem Flachstichel die Griffstangennachbildungen an dem Klappenuntergurt ab, um diese durch o,3o mm dicken Messingdraht freistehend nachzubilden. Ebenso sind an den Innenseiten der EckstĂŒtzen auf halber Höhe kleine Griffe senkrecht anzubringen. Zudem kann noch der kleine, seitliche Hebel des unteren GestĂ€nges abgeschnitten und durch einen Messingdraht ersetzt werden.

Mit dem Beschriftungssatz von Gaßner lassen sich Wagen mit verschiedenen Nummern herstellen oder eine bei den Umbauarbeiten beschĂ€digte Beschriftung ersetzen

Mit MaskierflĂŒssigkeit werden die Beschriftungen vor dem Lackieren mit Weinerts „Rotbraun RAL 8012“ abgedeckt.

An den SeitenwĂ€nden gibt es gleich drei unterschiedliche Details zu verĂ€ndern. Beginnend mit den waagerechten Stangen ĂŒber den Ă€ußeren Klappen, sind diese ebenfalls mit einem schmalen Flachstichel vorsichtig abzutragen. Mit einem weit ausgefahrenen Glasfaserpinsel werden die letzten Unebenheiten entfernt und dann die Löcher zur Aufnahme des Messingdrahtes gebohrt. Wie bei allen anderen Griffen wird hier auch o,3o mm dicker Messingdraht verwendet. Mit den kleinen Griffen an den beiden mittleren, ĂŒbereinander angeordneten Segmenten verfĂ€hrt man, wie mit den unteren Griffen an den StirnwĂ€nden. Nun fehlt nur noch die Nachbildung der Verschlusshebel an den Ladeklappen und -segmenten.  Dazu erstellt man am Griffende und an der VerjĂŒngung des Griffes vor dem Verschluss o,30 mm Bohrungen. Da die Hebel nicht aus Rundmaterial, sondern aus Flachmaterial bestehen, wird fĂŒr das Herstellen des einzusteckenden Drahtes, eine spezielle Zange von Weinert benötigt. Dabei wird zunĂ€chst der abgelĂ€ngte Draht an dem schmalen Ende der Zange eingelegt, die Enden herunter gebogen und dann der Draht flachgedrĂŒckt. HĂ€lt man diese Reihenfolge nicht ein und quetscht erst den Draht, brechen die Enden beim umbiegen ab. Da der Wagen nach der Fertigstellung mit einer Beladung versehen werden soll, dĂŒrfen alle DrĂ€hte durch die Seitenwand gefĂŒhrt, auf der Innenseite verklebt und mittels einer Trennscheibe abgelĂ€ngt werden.

Da der Wagenboden nicht nachgebildet ist und zwischen der außen messbaren und inneren Wandhöhe eine Differenz von 0,5 mm vorhanden ist, bietet sich ein SchĂŒttgut als Ladegut an.

Zu den letzten Arbeiten zĂ€hlen die Griffstangen an den EckstĂŒtzen, die nur auf der Seite, auf der sich spĂ€ter auch die Rangiertritte befinden, in Höhe der Bremszeichen, anzubringen sind. Danach folgen die bereits vorgebohrten Griffstangen auf den Stirnklappen. Zum Schluss sind die beiden Signalscheibenhalter auf den SeitenwĂ€nden, unmittelbar hinter den StirnklappenaufhĂ€ngungen an der Seite, die mit den Rangiergriffen ausgestattet worden ist, anzubringen. Dazu sind die HaltedrĂ€hte senkrecht nach unten abzuknicken, o,5o mm Bohrungen von oben in die SeitenwĂ€nden einzubringen und die SignalstĂŒtzen einzukleben.

Nach dem Beladen werden vor der Abfahrt die Verschlusshebel der Klappen nochmals sorgfÀltig kontrolliert.

Farbgebung

Damit sind die Verfeinerungsarbeiten abgeschlossen und die farbliche Behandlung kann beginnen. So wird das Untergestell Schwarz (RAL 9005) und der Wagenkasten Rotbraun (RAL 8012) spritzlackiert. Vorher ist die Beschriftung abzukleben oder mit MaskierflĂŒssigkeit abzudecken.

Nach einer entsprechenden Trocknungszeit können die Bremszeichen an den EckstĂŒtzen aufgemalt oder als Nassschiebebilder aufgetragen werden. Im Übrigen bietet Herman Gaßner (JĂ€gerstraße 24, 82024 Taufkirchen) fĂŒr diesen Wagentyp einen Beschriftungssatz an. So ist es auch möglich, Beschriftungen, die bei den vorgenannten Arbeiten beschĂ€digt worden sind, zu ersetzen oder, bei mehreren Wagen, diese mit unterschiedliche Nummern zu versehen.                                                                   Nun fehlen noch die Betriebsspuren und dann die Beladung. So sind nach dem Auftragen von stark verdĂŒnntem Schwarz, verschieden intensive Schattierungen in unterschiedlichen Rosttönen aufzubringen. Zum Schluss werden die Kanten mit einem mittleren Grauton graniert, um sie optisch hervorzuheben. Die dazugehörigen Arbeitsweisen, sind in vorangegangenen BeitrĂ€gen immer wieder beschrieben worden, sodass sie hier nicht wiederholt werden sollen.

FĂŒr die Beladung wurde ein SchĂŒttgut, in diesem Fall Kohle, gewĂ€hlt. Durch dieses Lagegut können der Ballast im Wagenkasten, die zu niedrige, innere Wandhöhe und die nicht vorhandene Holzstruktur des Wagenbodens kaschiert werden. Des Weiteren werden so die durchgesteckten DrĂ€hte verdeckt. Die Erstellung einer solchen Beladung ist denkbar einfach. ZunĂ€chst wird ein StĂŒck Styropor - oder besser noch Styrodur – in der Abmessung 30 x 98 x 20 mm zugeschnitten. Danach sind zwei oder drei SchĂŒttkegel auszuschneiden. Dabei sollten die Kegel nicht ĂŒber die SeitenwĂ€nde hinaus ragen und an den SeitenwĂ€nden nicht zu hoch sein, damit das SchĂŒttgut noch aufgetragen werden kann. Nach dem EinfĂ€rben mit einer schwarzen, lösungsmittelfreien Farbe, z.B. KĂŒnstler-Acrylfarbe von Lukas, und der entsprechenden Trocknungszeit, kann Holzleim aufgepinselt werden. Darauf streut man Kohle von ASOA (Klaus Holl, Pf 440140, 80750 MĂŒnchen, www.asoa.de). Zuerst einige Brocken der Kohle 2, dann Tenderkohle, darauf etwas Kohle 3 und zum Schluss nochmals einige StĂŒckchen Tenderkohle. Nachdem Fließmittel mit einem ZerstĂ€uber aufgesprĂŒht wurde, trĂ€ufelt man Kleber mit einer Pipette auf das SchĂŒttgut. Nun lĂ€sst man die Beladung durchtrocknen und fĂŒgt sie in den Wagenkasten ein.

Sicherlich sind fĂŒr die beschriebenen Verfeinerungen ein erheblicher Aufwand notwendig, aber ein außergewöhnliches Modell sorgt fĂŒr eine willkommene Abwechselung und entschĂ€digt fĂŒr all diese MĂŒhen.

FĂŒr den Ladeguteinsatz wird Kohle verschiedener  KorngrĂ¶ĂŸen auf einen strukturierten, schwarz eingefĂ€rbten StyroportrĂ€ger geklebt.

Bauteile, Material und  Werkzeug

Lieferant

Art.-Nr.

Omm 39

Piko

54861

Federpuffer  Ø 5,2 mm

Weinert

8614 / 8615*

Sockelplatten fĂŒr Puffer

Weinert

8603 / 8596*

Rangiertritte

Weinert

8718

Seilösen (aus ZurĂŒstsatz)

Weinert

9254

SignalstĂŒtzenhalter

Weinert

8264

Messingdraht Ø 0,3 mm

Weinert

9300

Kupplungsflansch fĂŒr Pufferbohle

Weinert

8643

Originalkupplung abgefedert

Weinert

8632** / 8633

BremsschlĂ€uche neue AusfĂŒhrung

Weinert

8293

Kunststoff U-Profil 1,5 mm

Evergreen

261 SD-O

Kunststoffprofil 0,25 x 1,5 mm

Evergreen

103 K-4

Kunststoffprofil 0,50 x 1 mm

Evergreen

122 M-3

Zange zum Quetschen des Drahtes

Weinert

2314

Farbe “Rotbraun” RAL 8012

Weinert

2643

Farbe “Schwarz” RAL 9005

Weinert

2646

VerdĂŒnnung

Weinert

2600

Kohle 2

Asoa

1002

Kohle 3

Asoa

1003

Tenderkohle

Asoa

1004

Beschriftungssatz

Gaßner

G 326

*Großpackungen (20 StĂŒck)             **Bausatz

Nach nur kurzer Nutzungsdauer wurden die ersten Nacharbeiten an den SchweißnĂ€hten notwendig.

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