Nicht von Pappe...

Transportkisten von KoTol

Das diese Transportkisten aus Pappe sind sieht man ihnen kaum an! Wieder mal ein schönes Produkt der Kleinkunstwerkstatt KoTol aus Berlin.

Nicht immer lässt sich ein Gegenstand im verkleinerten Maßstab aus dem gleichen Material wie das Vorbild in der gewünschte Qualität herstellen. Aus diesem Grund hat die Berliner Kleinkunstwerkstatt KoTol für Ihre Holzkisten gelaserten und bedruckten Karton gewählt. Dass dies eine gute Wahl ist, zeigt dieser Beitrag.

Um Güter, Maschinen oder andere Teile beim Transport vor Beschädigungen zu schützen, wurden und werden Sie noch heute in Holzkisten verpackt. Während heute hier der Lastkraftverkehr den Großteil der Transporte übernimmt, war es früher hauptsächlich die Eisenbahn, die die Güter transportierte. Um authentische Ladeszenen an der Laderampe oder am Güterschuppen nachstellen zu können, hat Mario Koch verschiedene Holzkisten entworfen und realisiert.

In nur wenigen Arbeitsgängen entstehen die filigranen Kisten. Lediglich ein Skalpell, etwas feines Schmirgelpapier und Sekundenkleber-Gel sind notwendig.

Mit einem Radiergummi wird der Grad der Verschmutzung durch die aufgebrachten Pulverfarben gemildert. Verschiedene Nassschiebebilder aus  Ausstattungspackungen von PREISER erweitern die Beschriftung und mit feinen Klebebändern von Letraset bildet man die Stahlbänder nach.

Der einfache Modellbau

Für diesen Beitrag wurden unterschiedliche Holzkisten-Bausätze aus der „Serie 600“ von KoTol (www.kotol.de) ausgewählt. Diese Kisten besitzen eine Abmessung von 13,7 x 9,2 x 9,2 mm. Sie sind mit verschiedenen  Beschriftungen erhältlich, die unterschiedlichen Epochen zugeordnet werden können und so auch den jeweiligen Modellbahner ansprechen. Die einzeln verpackten Kisten-Bausätze werden jeweils zu einem Preis von 1,50 Euro, zuzüglich der Versandkosten, angeboten.

Um Holzkisten im verkleinerten Maßstab herstellen zu können, bedarf es eines feinen Baustoffes, der zugleich auch eine gewisse Stabilität aufweist, damit die Kisten nicht bei der ersten unachtsamen Berührung beschädigt werden. Aus diesem Grund wird hier ein holzfarbener, gelaserter Karton mit einer Dicke von nur 0,35 mm verwendet. Die einzelnen Bauteile sind auf einer Platine zusammengefasst. Sie werden vorsichtig mit einem Skalpell aus dem Karton gelöst und die Verbindungsstellen mit feinem Schmirgelpapier geglättet. Dem Bausatz ist eine umfassende und eindeutige Bauanleitung beigefügt. Bevor man dieser folgt, sollte man jedoch an den Teilen 2 + 3 mit feinem Schmirgelpapier - 400er Körnung – die Kanten anschleifen und die Nuten in den Seitenteilen 1, 4, 5 + 8 mit einem Skalpell nachziehen, damit die Teile leichter ineinander gesteckt werden können. Für den Zusammenbau wurde Sekundenkleber-Gel verwendet. Damit ließen sich die Bausätze mühelos und in kurzer Zeit zusammenfügen.

Mit dem Zusammenbau sind die Holzkisten eigentlich fertig gestellt. Denn wenn man neue Kisten darstellen möchte, können die Kisten direkt in eine Szene dekoriert werden. Anders ist es, wenn man den Kisten den bisherigen Transport schon ansehen soll. Der Bauanleitung ist zu entnehmen, dass der feuchtigkeitsempfindliche Karton entweder mit Pigmentfarben, Buntstiften oder dicker Farbe zu gestalten ist. Für diesen Beitrag wurden die verschiedenen Kisten mit „Kremer Pigmenten“ farblich behandelt. Die Pulverfarben sind über ASOA (www.asoa.de) erhältlich. Mit einem Borstenpinsel wurde „heller“ und „grünbrauner“ Schmutzpuder aufgetragen. Durch den Einsatz eines Radiergummis milderte man dann je nach Belieben den Effekt und legte so die Beschriftung wieder frei. Verschiedene Nassschiebebilder mit Zahlen, Firmenbezeichnungen  oder ähnlichem wurden verschiedenen Ausstattungspackungen von PREISER entnommen und aufgetragen. Verdünnter, matter Klarlack schützt das Schiebebild. Als weiteres Detail können auch noch Stahlbänder, die die Kisten beim Vorbild manchmal zusammenhalten, angebracht werden. Hier wurden dünne, selbstklebende Kunststoffbänder von Letraset, zu beziehen über den Schreibwarenhandel, verwendet. Für die Bänder kamen die selbstklebenden Streifen mit einer Breite von 0,4 mm zur Verwendung, während die Verschlüsse mit kurzen, 0,5 mm breiten Stücken, die man silbern absetzt, nachgebildet wurden. Ein wenig Sekundenkleber sichert die Schnittstelle.

Bei wem es etwas schneller gehen soll und wer die Kisten sofort auf die Reise schicken möchte, kann die verschiedenen Kistenarten auch jeweils als Fertigmodell bestellen. Dabei stehen gleich zwei Varianten zu Auswahl. Zum einen als Fertigmodell für 2,95 Euro oder als gealtertes Fertigmodell für 3,25 Euro. Auch hier fallen zusätzlich noch die Versandkosten an.

Der Zusammenbau, ebenso die Alterung der Kisten mit den Pulverfarben, geht schnell und problemlos von der Hand. So entstehen in kurzer Zeit einige Transportkisten, die durch einen unterschiedlich starken Pulverauftrag jeweils ein eigenständiges Aussehen erlangen. Schnell ist eine Laderampe mit diesem schönen Ladegut bestückt und trägt so zum realistischen Eindruck einer Szene bei.

Um die Kisten vorbildgerecht zu bewegen, sollten sie auf Paletten stehen. Diese können ebenfalls von KoTol oder wie hier aus Kunststoff von PREISER sein.

Durch die unterschiedlichen Beschriftungsvarianten lassen sich variantenreich Szenen nachstellen.

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