„Dreiradwagen mit offener Ladefläche von Weinert“

„Kleine Riesen oben ohne…“

Nach der Version mit dem geschlossenen Laderaum, bietet die Firma Weinert Modellbau nun den Goliath Rapid auch mit der offenen Ladefläche an.

Nachdem wir im November des vergangenen Jahres bereits das Modell des geschlossen Goliath Rapid mit einem Baubericht vorgestellt haben, ist in den letzten Tagen die Variante mit der offenen Ladefläche an den Handel ausgeliefert worden. Diese ebenfalls interessante Version stellen wir hier nun vor.

Die Firma Borgward baute den Goliath Rapid als stärker Weiterentwicklung seines Vorgängers in der Ausführung mit geschlossener und offener Ladefläche zwischen 1926 und 1933. Das etwas seltsam anmutende Fahrzeug hatte eine Zuladung von 500 kg und wurde durch einen Einzylinder-Zweitakt-Motor mit, je nach Hubraumgröße 4,0 bzw. 5,5 PS, angeboten. Einen Geschwindigkeitsmesser und einen zweiten Sattel gab es als Sonderzubehör auf Wunsch dazu.

Nach dem Goliath Rapid mit geschlossenem Laderaum bietet die Firma Weinert Modellbau (www.weinert-modellbau.de) aus Weyhe-Dreye, nun auch die Version mit der offenen Ladefläche an. Bei dieser Variante kann man nicht einfach nur die Laderaumabdeckung weglassen, da auch gleichzeitig die Bordwände des Lageraumes niedriger sein müssen. Birgit und Rolf Weinert haben dies vorbildgerecht umgesetzt und bieten das Modell als Bausatz unter der Best.-Nr. 4592 in der Spurgröße H0 für 15,40 € über den Fachhandel an. Zudem sind dem Bausatz noch vier Getränkekisten aus Weißmetall beigelegt.

Da die Teile des Bausatzes, bis auf den Vorderwagen, dem mit dem geschlossenen Laderaum gleichen, sind logischerweise auch die Bauschritte die gleichen. So werden die Bauteile zunächst versäubert, dann die Löcher laut der bebilderten Bauanleitung gebohrt und schließlich der Vorder- und Hinterwagen miteinander mit Sekundenkleber verklebt. Der Sitz der restlichen Bauteile wird lediglich getestet, da diese separat zu lackieren sind.

Die Bauteile grundiert man mit Weinerts Haftgrund (2698) und lackiert dann den Korpus in der Farbe, die für die ausgewählte Beschriftung in der Bauanleitung angegeben ist. Losgelöst von der Farbwahl für den Wagen erhalten die Felgen eine rote Spritzlackierung (RAL 3002, Nr. 2611), um dann die Reifen mit dem Pinsel schwarz abzusetzen. Die Lampenreflektoren legt man weiß aus und markiert die Lampenringe silbern. Die Sattel werden in Lederfarbe lackiert, während das Lenkrad, der Schalthebel, die Handbremse und die Pedale schwarz eingefärbt werden.

Vor der Endmontage steht die Beschriftung des Modells. Der Beschriftungssatz entspricht dem der geschlossen Version. So muss hier etwas mehr zugeschnitten werden, da die zu beschriftenden Flächen etwas kleiner sind.

Nun folgt der Zusammenbau der Bauteile. Dabei sollten die Vorderräder und das Hinterrad so eingebaut werden, dass sie beweglich bleiben. Zum Schluss markiert man das Rücklicht außen herum mit einem silbernen Pinselstrich und einem glänzenden roten Tupfer in der Mitte. Damit ist das Fahrzeug fertig gestellt.

Der Bausatz enthält neben den Bauteilen für das Fahrzeug, auch vier Getränkekisten aus Weißmetall.

Je nachdem welche Beschriftungsvariante man für sein Modell ausgewählt hat, ist es dann auch in der entsprechenden Farbe zu lackieren.

Zu letzt wendet man sich noch dem Piloten und den Getränkekisten zu. So sind auch diese Bauteile zunächst zu grundieren und dann farblich zu behandeln. Wem die Piloten nicht detailliert genug sind, kann diese auch gegen bearbeitete Preiserlein austauschen. Wie, haben wir in dem oben benannten Artikel beschrieben. Die Getränkekisten werden außen holzfarben lackiert und innen in Flaschengrün ausgelegt.

Mit stark verdünntem Schwarz trägt man noch die ein oder andere Verwitterungsspur auf und arrangiert dann das Fahrzeug in der Modellwelt.

Während die geschlossene Version wenige Szenen zulässt, kann die variierende Beladung auf der offenen Ladefläche dieses Modells zu verschiedenen Darstellungen animieren. Auch mit diesem Modell ist den Weinerts wieder ein guter Wurf gelungen. Neben entspanntem Bastelspaß, kann man auch ein schönes Modell präsentieren.

Mit einer Zuladung von 500 kg konnte man schon so manches schwere Paket mit auf die Reise nehmen.

Da auch schon mal Werkzeuge und Baustoffe für den Kaminbau mitgenommen werden, dürfen auch die Getränkekisten nicht fehlen…

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