„Aus Alt macht Neu in zwei Akten…“

Aus einem ĂŒber dreißig Jahre altem GĂŒterbahnhof von Faller entstand ein neuer GĂŒterschuppen.

Nicht nur im Bereich der Fahrzeugentwicklungen, sondern auch auf dem Zubehörsektor werden immer neue Artikel auf den Markt gebracht. Dabei kommen weiterentwickelte oder teilweise neue Technologien ebenso wie neue Werkstoffe zur Anwendung. Sie ermöglichen, das Vorbild noch detailreicher und maßstĂ€blicher nachzubilden.

Dies bedeutet jedoch nicht gleichzeitig, dass alte Artikel damit ausgedient haben oder gar entsorgt werden mĂŒssen. Mit etwas Vorstellungsvermögen und KreativitĂ€t lassen sich aus diesen Modellen durchaus neue Objekte schaffen, die den heutigen AnsprĂŒchen gerecht werden.

So zeigt dieser Beitrag, wie aus dem „ewig jungen“ FALLER - GĂŒterbahnhof durch Umbau und Erweiterung ein nahezu maßstĂ€blicher GĂŒterschuppen wird. Im zweiten Beitrag folgt dann zu einem spĂ€teren Zeitpunkt das Umfeld mit einer angebauten GĂŒterhalle.

Der zusammengebaute GĂŒterschuppen aus der Jugendanlage des Autors.

Das Modell war auf einer Sperrholzplatte montiert. Straßenseitig war das Pflaster aus bedruckter Pappe nachgestellt. Das Streumaterial bestand noch aus eingefĂ€rbten HolzspĂ€nen.

Zerlegen, sĂ€ubern und vergrĂ¶ĂŸern

ZunĂ€chst wurde das Modell komplett zerlegt. GlĂŒcklicherweise war es seiner Zeit zur Vermeidung hĂ€sslicher Klebestellen nur sparsam mit Kleber zusammengefĂŒgt, sodass das Zerlegen ohne große BeschĂ€digungen der Bauteile von statten ging. Unter Zuhilfenahme eines Bastelmessers konnten die Verklebungen vorsichtig wieder gelöst werden. Die Klebestellen wurden gleich wieder mit einer Nagelfeile oder einem FrĂ€skopf vorsichtig versĂ€ubert.

Im nĂ€chsten Arbeitsschritt galt es, die neuen Abmessungen fĂŒr das Modell festzulegen. So wurden die LĂ€ngsseiten von 115 mm auf 160 mm und die Giebelseiten von 55 mm auf 100 mm verlĂ€ngert bzw. verbreitert. Dabei verteilten sich die ZuwĂ€chse auf der straßenseitigen LĂ€ngsseite auf 10 mm im Bereich der Holzfront des BĂŒros und auf 35 mm an der Schuppenwand, wĂ€hrend die gleisseitige LĂ€ngswand um 45 mm verlĂ€ngert wurde. Beide GiebelwĂ€nde wurden jeweils um 45 mm verbreitert. Der Versatz von der Lagerhauswand zur BĂŒrofront blieb dabei gleich.

Zur VerlÀngerung bzw. Verbreiterung wurden Seiten- und GiebelwÀnde auf der KreissÀge auseinander geschnitten.

Um dies zu bewerkstelligen, mussten die einzelnen Wandteile mit einer KreissĂ€ge getrennt werden. In die Trennstellen klebte man zwei Millimeter dicke Kunststoffplatten. Zur VerstĂ€rkung der einzelnen Klebestellen wurde auf den GebĂ€udeinnenseiten jeweils eine Kunststoffplatte mit ein Millimeter Dicke geklebt. Danach mussten die neuen Öffnungen fĂŒr die Fenster, TĂŒren und Schiebetore festgelegt und mit einer LaubsĂ€ge herausgetrennt werden. Bei diesem Arbeitsgang wurden auch gleich die Schiebetoröffnungen den neuen GrĂ¶ĂŸenverhĂ€ltnissen angepasst und auf 25 mm Breite x 27 mm Höhe vergrĂ¶ĂŸert. Die SchnittflĂ€chen versĂ€uberte man mit einigen Feilenstrichen. Die so fertig gestellten neuen SeitenwĂ€nde wurden dann mit Kunststoffkleber zu dem neuen GĂŒterschuppen zusammengefĂŒgt.

Zwischen den verschiedenen dicken Kunststoffprofilen, die als VerlĂ€ngerung der BĂŒroholzwand dienten, mussten feine Profile als Abstandshalter eingesetzt werden. Der ursprĂŒngliche Kunststoff-Natursteinsockel wurde durch den Gipsabguss eines Betonrampen-Seitenteils aus Spörle-Silikonformen ersetzt.

Bei der ersten Stellprobe konnten die Proportionen nicht ĂŒberzeugen. So wurde das GebĂ€ude mit Kunststoffstreifen kurzerhand erhöht, die Oberlichter wurden höher gesetzt. Gleichzeitig wurden mit Kunststoffprofilen die FensterbĂ€nke nachgebildet.

Stellprobe und Anpassen der Höhe

Bei einer AufrĂ€umaktion im heimischen Eisenbahnkeller entdeckte der Autor das Modell des heute immer noch unter der Artikelnummer 120154 fĂŒr etwa 25,00 € erhĂ€ltlichen GĂŒterbahnhofes von FALLER. Das Modell musste bereits vor ĂŒber dreißig Jahren (!!!) zusammengebaut und auf eine Sperrholzplatte geklebt worden sein. Auf der Straßenseite war der Straßenbelag aus bedruckter, aufgeklebter Pappe nachgebildet. An der Gleisseite zeugten noch eingefĂ€rbte HolzspĂ€ne von der „historischen“ Landschaftsgestaltung.

Eigentlich sollte das Modell als Zeitzeuge wieder in einer Kiste verschwinden, da es den heutigen AnsprĂŒchen des Autors an einen GĂŒterschuppen nicht mehr genĂŒgte. Jedoch ließen  einige Details zu der Überlegung fĂŒhren, den ehemaligen Bausatz abzuwandeln. So erschien die leicht verschachtelte Architektur mit dem durch den BĂŒrobereich verursachten Versatz in der Fassade und den unterschiedlichen Dachebenen interessant. Auch die filigran wirkenden FenstereinsĂ€tze regten dazu an, dieses Modell als Grundlage fĂŒr ein neues GebĂ€ude zu nehmen. Hauptmanko des GĂŒterbahnhofes sind die verniedlichten GebĂ€udeabmessungen, die augenscheinlich durch die zumeist geringen PlatzverhĂ€ltnisse auf den meisten Modelleisenbahnen entstanden sind. Diese galt es zu korrigieren und so ging es dann ran ans Werk…

Mit einem Bastelmesser wurde der seinerzeit nur sparsam mit Klebstoff zusammengefĂŒgte GĂŒterschuppen in seine Einzelteile zerlegt.

Die FenstereinsÀtze mussten nach dem Herauslösen mit einem FrÀser von Kleberesten befreit werden, damit sie beim erneuten Einkleben wieder plan aufliegen

2mm Kunststoffplatten wurden zwischen die Abschnitte geklebt, um diese zu verlÀngern. Mit von innen aufgeklebten Platten erhielten die WÀnde zusÀtzliche StabilitÀt.

Weitere Fenster- und TĂŒröffnungen wurden mit einer LaubsĂ€ge in die WĂ€nde geschnitten und anschließend mit einer Feile versĂ€ubert.

Aus 2 mm dicken Kunststoffplatten entstanden die beidseitigen Laderampen mit ihren senkrechten AbstĂŒtzungen.

Schwierig gestaltete sich die VerlĂ€ngerung der Bretterwand der BĂŒrofront. Um hier die gleiche Struktur zu erhalten, musste zunĂ€chst ein FĂŒllstĂŒck zur VerlĂ€ngerung auf der Innenseite angebracht werden. Die Darstellung der senkrechten Bretterfront erfolgte dann mit verschieden breiten Kunststoffprofilen, die auf dieses FĂŒllstĂŒck geklebt wurden. Um die gleiche Struktur wie bei der vorhandenen Bretterwand zu erhalten, klebte man zwischen den einzelnen Profilen feine 0,25 dicke Kunststoffstreifen als „Abstandshalter“ fĂŒr die Fugendarstellung. DarĂŒber hinaus befand sich an der BĂŒrowand unten ein Natursteinsockel in der Gestalt eines aufgeklebten KunststoffstĂŒckes. Dieser Sockel wurde durch einen Gipsabguss der Betonladerampe aus der SPÖRLE – Silikonformen (1050) ersetzt.

Nun folgten die LadebĂŒhnen. Hier wurde auf die alten BĂŒhnen mit der Holzbodennachbildung verzichtet. Als Ersatz dienten zwei Millimeter dicke Kunststoffplatten, die aus dem gleichen Material senkrechte, trapezförmige AbstĂŒtzungen unterhalb der BĂŒhnen erhielten.

Bei der darauf folgenden Stellprobe mit einem GleisstĂŒck stellte man fest, dass die Außenabmessungen nun nicht mehr in Proportion zur Höhe des GebĂ€udes standen. Auch waren die Oberlichter zu niedrig ĂŒber den Schiebetoren eingebaut. So wurden die AußenwĂ€nde kurzerhand um 8 mm erhöht und die Oberlichter neu angeordnet. Schwierig gestaltete sich die Änderung wiederum bei der Bretterwand am BĂŒro. Hier mussten auch alle vier Fenster höher gesetzt und damit die BrĂŒstungen neu erstellt werden. Oberhalb der Obergeschossfenster wurde ein schmaler Streifen aus der Kunststoffplatte mit BretterprĂ€gung von BRAWA (2801) geklebt. Dieser setzte sich auch auf der Seitenwand am Versatz fort. Damit waren die Änderungsarbeiten an dem Korpus des GĂŒterschuppens zunĂ€chst abgeschlossen.

Bevor die weitere Gestaltung der AußenwandoberflĂ€che durchgefĂŒhrt wurde, entstanden die neuen SchiebetĂŒren mit den dazugehörigen Laufschienen. Die SchiebetĂŒren sind ebenfalls aus den oben erwĂ€hnten Bastelplatten mit HolzprĂ€gung der Firma BRAWA (2801) entstanden. Die Tore selber messen 27 mm in der Breite und 28 mm in der Höhe. Sie erhielten KunststoffverstĂ€rkungsprofile von 1 x 0,25 mm. Die Rollen wurden aus dĂŒnnen Scheiben einer Kunststoffstange mit einem Durchmesser von 1,5 mm erstellt. Die Rollen wiederum befestigte man mit schmaleren Streifen von 0,75 mm Breite. Kleine DrahtstĂŒcke von 0,3 mm Durchmesser dienten als Nieten bzw. Schraubennachbildungen und sicherten die Rolle und die Rollenlaschen an dem Tor. Aus dem gleichen Draht wurden auch die Griffe an den Toren hergestellt. Die Laufschienen entstanden aus ein Millimeter hohen und 0,5 mm dicken Kunststoffprofilen, die an den Enden kleine aufrecht stehende Kunststoffabschnitte als Stopper erhielten. FĂŒr die Befestigung der Laufschienen am Mauerwerk wurden Löcher in die Schienen gebohrt und kurze MessingdrahtstĂŒcke mit 0,3 mm Durchmesser eingeklebt. Die AbstĂ€nde der DrĂ€hte ĂŒbertrug man dann auf das Mauerwerk ĂŒber den Toren und bohrte dort die Löcher zur Befestigung der Schienen. Befestigt wurden die Laufschienen jedoch erst zu einem spĂ€teren Zeitpunkt, nach dem Verputzen und Streichen der WĂ€nde, da sie vorher beschĂ€digt worden wĂ€ren. Dabei wurden die Bohrungen einfach von innen nach außen wieder aufgebohrt. Die Tore erhielten nach der Grundierung mit Haftgrund einen braunen Anstrich (Revell 84), wĂ€hrend die Laufschienen basaltgrau (Revell 77) lackiert wurden. Bei diesem Arbeitsgang erhielten gleichzeitig die Fenster der verputzten WĂ€nde den gleichen braunen Anstrich. Die BĂŒrofenster wurden weiß (Revell 5) lackiert.

Die neuen und vor allem grĂ¶ĂŸeren Schiebetore entstanden aus Brawa-Bretterplatten mit aufgeklebten Evergreen-Profilen als VerstĂ€rkung. Die Laufschienen und die LaufrĂ€der wurden ebenfalls aus Kunststoffprofilen erstellt.

Vor dem Verputzen der LagerwÀnde bzw. der farblichen Behandlung der Holzfassade wurden die OberflÀchen mit Weinerts Grundierung lackiert.

Gestaltung der AußenwĂ€nde

Danach wendete man sich wieder den AußenwĂ€nden zu. Nach einer Grundierung mit Weinerts Haftgrund (2698) erfolgte ein Auftrag der Spachtelmasse „Putty“ von Tamiya. Alternativ könnte auch Nitrospachtel aus dem Autobedarf oder von REVELL verwendet werden. Die Spachtelmasse wurde mit einem kleinen Spachtelmesser aufgebracht und glatt gezogen. Vor dem Verspachteln klebte man die Stellen, an denen spĂ€ter das Mauerwerk zu sehen sein sollte, mit kleinen KlebebandstĂŒcken ab. Die StĂŒcke sollten nicht vom Band abgeschnitten, sondern abgerissen werden, damit sie einen unregelmĂ€ĂŸigen Rand aufweisen. Denn PutzaufbrĂŒche weisen zumeist einen unregelmĂ€ĂŸigen Rand auf. Nach dem AushĂ€rten der Spachtelmasse wurde die OberflĂ€che mit mittlerem Schmirgelpapier geglĂ€ttet. An verschiedenen Stellen ritzte man noch mit einer Nadel feine Risse in den Putz. Nach diesen ArbeitsgĂ€ngen wurde abermals Haftgrund aufgetragen. Diesmal jedoch mit einem harten Borstenpinsel, indem man den Haftgrund senkrecht auf die OberflĂ€che tupfte und dieses Tupfen mehrmals wiederholte, bis die OberflĂ€che mit einer Art „Orangenhaut“ aufgetrocknet war. Damit erreicht man eine Struktur auf der PutzoberflĂ€che. Je nach eigener Vorstellung kann dieser Effekt stark oder abgeschwĂ€cht erzielt werden.

Die farbliche Gestaltung der Putz- und HolzflÀchen erfolgte mit verschiedenen Farben von Revell.

Das Schutzdach ĂŒber dem Schiebetor im Giebel entstand aus einem dĂŒnnen Kunststoffstreifen mit aufgeklebter Alu-Folie. Die farbliche Gestaltung sorgt fĂŒr ein realistisches Aussehen.

Die Fenster und Schiebetore erhielten nach einer Grundierung einen braunen Anstrich fĂŒr den Lagerbereich und einen weißen Anstrich fĂŒr den BĂŒrobereich. Die Laufschienen wurden basaltgrau lackiert.

Die WĂ€nde des lagers werden mit Spachtelmasse “Verputzt”. Die OberflĂ€che braucht nicht vollkommen eben zu sein, da sie nach dem AushĂ€rten noch geschliffen wird.

Um an einzelnen Stellen das Mauerwerk erscheinen zu lassen, wurden vor dem Verputzen Klebestreifen angebracht und nach dem AushÀrten wieder abgezogen

Um eine rauhe PutzoberflÀche zu erhalten, wird auf die SpachteloberflÀche die Grundierung von Weinert mit einem Borstenpinsel aufgetupft.

Vor der Montage des Daches wurden die Fenster eingebaut, die Laufschienen angebracht und die Schiebetore zur Probe eingehÀngt.

Farbgebung und Gestaltung

Nach einer kurzen Trocknungszeit folgte die farbliche Gestaltung der AußenwĂ€nde. So wurde zunĂ€chst das an den PutzaufbrĂŒchen sichtbare Mauerwerk basaltgrau (Revell 77) gestrichen. Hier sollten die großformatigen Steine als Betonblocksteine dargestellt werden. Mit blaugrauer Farbe (Revell 79) gestaltete man die InnenwĂ€nde. Im gleichen Arbeitsgang wurde die Holzfassade braun (Revell 84) eingefĂ€rbt. FĂŒr den Anstrich der Putzfassade diente als Grundton „hellgrau“ (Revell 75), das mit etwas gelb (Revell 15) und einer Spur braun (Revell 84) gebrochen wurde.

Nachdem die Farben durchgetrocknet waren, wurden die Fenster eingesetzt und die Laufschienen der Schiebetore angebracht. Nun fehlte nur noch das Dach. Hier bediente man sich der Dachplatten mit einer Blechnachbildung von KIBRI (4148). Entsprechend den neuen Abmessungen wurden sie zugeschnitten. Da das Dach auf der Gleisseite abgeschleppt ist, musste hier die Dachplatte in einem schwachen Winkel geknickt werden. Um dies zu erleichtern und um einen geraden „Knick“ zu erhalten, wurde auf der RĂŒckseite die Dachplatte zu zweidrittel mit einem feinen SĂ€geblatt eingeschnitten. Danach lies es sich mĂŒhelos mit der entsprechenden Neigung knicken. Da Zinkbleche als Dachhaut immer auf einer Holzschalung aufgebracht werden, lackierte man die Unterseite der Dachplatten mit einer Holzstruktur aus verschiedenen Farbtönen (Revell 84+85+88).

Die Unterseiten der dachplatten des GĂŒterschuppens erhielten einen Anstrich in holzfarben, um eine Holzschalung darzustellen.

Detailgestaltung

Das Dach des Schuppens besteht aus Kibri-Dachplatten mit Blechnachbildung. Die Ortgangbleche wurden durch angeklebte Evergreen-Profile dargestellt.

Zur Auflage bzw. AbstĂŒtzung des Daches wurden an der Gleisseite vier und an der Ladestraßenseite drei Fachwerkgebinde aus Kunststoffprofilen angeklebt. Sie erhielten einen hellgrauen Anstrich (Revell 75). Danach wurden die Dachplatten aufgeklebt. Dabei war es nicht notwendig, dass die Dachplatten im First dicht schlossen, da hier ein Firstprofil aus einem in der Mitte geknickten Pappstreifen aufgeklebt wurde. FĂŒr die senkrechten Ortgangabschlussbleche kamen Kunststoffprofile von 2,5 x 0,5 mm zur Anwendung. Die farbliche Gestaltung erfolgte durch einen Grundanstrich mit einem Grauton (Revell 57), dem ein wenig Silber beigefĂŒgt wurde. Einige Rostspuren und ein feiner umbrafarbener SprĂŒhnebel (Weinert 2636) beenden die Lackierarbeiten. Auf das Anbringen von Regenrinnen wurde verzichtet.

Um die notwendige Höhe fĂŒr den Bahnverkehr an der Traufe zu erhalten, musste das Dach auf der dem Gleis zugewandten Seite angeschleppt werden.

Das an den porösen Putzstellen zu erkennende Mauerwerk ist zu großformatig fĂŒr ein Ziegelmauerwerk, jedoch passend fĂŒr ein Betonmauerwerk aus großen Steinen. Verschiedene LadegĂŒter von Kotol beleben die Szene.

Da die BĂŒrorĂ€ume beheizt sein sollten, musste noch ein Kamin her. Hier wurde kurzerhand der aus dem RĂŒckbau gewonnene Kamin verwendet. So erhielt der „alte“ Kamin auch eine Putzschicht aus Nitrospachtel und wurde farblich behandelt, bevor er seinen Platz auf dem neuen Dach zugewiesen bekam. Mit kleinen Alupapierstreifen wurden die Abdichtbleche zwischen dem Kamin und dem Dach nachgebildet.

FĂŒr die weitere Ausstattung bediente man sich verschiedener Emailleschilder, die nach einer Bauanleitung des bekannten Autors, Jörg Chocholaty, wie folgt entstanden. So wurden die ausgewĂ€hlten Werbeschilder vorsichtig mit UHU plus (2 Komponenten) bestrichen. Durch die OberflĂ€chenspannung fĂ€llt der Kleber zu den RĂ€ndern hin ab. So entsteht der Eindruck eines gewölbten Schildes. Leichte Rostspuren vermitteln einen verwitterten Eindruck.

Ohne AusstattungsgegenstĂ€nde zeigt sich die “Straßenseite” des GĂŒterschuppens. FĂŒr die Nachbildung des Kamins wurde der “alte” Kamin der neuen Dachneigung angepasst, verputzt, farblich behandelt und aufgeklebt.

Nachdem der GĂŒterschuppen in das vorbereitete Diorama eingefĂŒgt wurde, mussten nur noch die Schiebetore eingehĂ€ngt werden. Danach konnte der Frachtbetrieb aufgenommen werden. Die Erstellung des Dioramas und der angebauten, offenen Lagerhalle wird im zweiten Teil des Beitrags beschrieben…

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