“Heavy duty...”

Schwerlast-Zugmaschine & Schwerlastroller

Ein starkes Gespann, die Schwerlast-Zugmaschine Henschel HS 34 TAS und der Schwerlastroller LS 160 von Weinert Modellbau .

Mit der zunehmenden Verlagerung des Gütertransportes auf die Straße entstand der Bedarf auch schwerste Lasten zu transportieren. Während es bei der Bahn entsprechende Spezialfahrzeuge für die Schiene bereits gab, benötigte man für den Weitertransport auf der  Straße sowohl Transport- als auch entsprechend leistungsstarke Zugfahrzeuge. So entstand der Schwerlastroller LS 160 als Transportfahrzeug. Die Firma Henschel reagierte ebenfalls auf den Bedarf und stellte 1956 ihre Schwerlast-Zugmaschine HS 34 TAS der Öffentlichkeit vor. Beide Fahrzeuge hat die Firma Weinert Modellbau aus Weyhe-Drehe ins Modell umgesetzt...

Die Henschel Schwerlast-Zugmaschine HS 34 TAS ist als reines Zugfahrzeug mit drei Achsen konzipiert worden. Die beiden hinteren Antriebsachsen waren jeweils mit einer Zwillingsbereifung ausgestattet. Auf ihnen lastete eine massige Ballastpritsche die für den notwendigen Reibungswiderstand sorgte. Zwischen dem Ballast und dem Führerhaus befand sich noch ein Werkzeugkasten bzw. Stauraum und das Ersatzrad. Unterhalb des Führerhauses, welches den Fahrer- und Beifahrer aufnehmen konnte, war der Motor eingebaut, der seine Kraft über Kardanwellen und das Getriebe auf die beiden Hinterachsen übertrug. Das Fahrzeug machte einen sehr bulligen Eindruck, der durch das ohne einen Vorbau ausgestattete, massige Führerhaus und die voluminöse Ballastpritsche hervorgerufen wurde.

Der Bausatz beinhaltet diverse Bauteile aus Weißmetall, die durch Messingätz- und –gussbauteile komplettiert werden.

Der Schwerlastroller LS 160 wurde zur Beförderung schwerster Lasten benötigt. Um den verschiedensten Ansprüchen gerecht zu werden, konstruierte man drei verschiedene Einheiten, die sich miteinander zu jeweils einem Fahrzeug verbinden lassen konnten. So gab es neben einer 16-rädrigen Grund- oder Mitteleinheit, noch eine kleinere 8-rädrige Grund- und eine 8-rädige Mitteleinheit. Die Einheiten wurden über Kupplungselemente an den Enden der Längsträger mit eingeschobenen Bolzen verbunden. Die Grundeinheiten besaßen jeweils an einer Kopfseite eine Aufnahme für eine Deichsel, als auch eine Befestigungsmöglichkeit für die seitlichen Kotflügel mit Schlussleuchten und Nummernschildern. Auf den Oberseiten der hohen und massiven Längsträger wurden die Lasten aufgelegt.

Die gereinigten Weißmetallbauteilen lassen sich leicht mit handelsüblichen Sekundenklebergel verbinden.

Die Kotflügel werden eingepasst. Kleine Ungenauigkeiten lassen sich mit einer mittelgroben Feile korrigieren.

Zudem besaßen die Längsträger den Abstand der Regelspurweite, um auch einzelne Güterwagen transportieren zu können. Je nach Kombination konnte ein Schwerlastroller bis zu 410 Tonnen Last aufnehmen. Aus den verschiedenen Laufeinheiten konnten von der 16-rädigen bis zur 48-rädigen Einheit unterschiedliche Varianten zusammengestellt werden.

Das Modell der Zugmaschine

Seit dem Jahr 2000 bietet die Firma Weinert Modellbau (www.weinert-modellbau.de) die Henschel Schwerlast-Zugmaschine HS 34 TAS als Komplettbausatz an. Der Bausatz besteht aus einer Vielzahl Weißmetall- und Messinggussteilen, die durch zwei kleine Messing-Ätzplatinen, zwei Drahtstücke und einem Nassschiebebildbogen komplettiert werden. Er ist unter der Artikelnummer 4555 für etwa 51,00 Euro im gut sortierten Fachhandeln erhältlich.

Vor dem Zusammenbau gilt es die Bauanleitung zu studieren, die einzelnen Bauteile von den Gussarmen abzutrennen und zu versäubern. Dies ist notwendig, um saubere Kontaktflächen zu erhalten, damit sich die Klebestellen nicht wieder lösen. Und sollten trotz aller Sorgfalt zwei Teile einmal nicht richtig aneinander geklebt worden sein, lassen sich die Verbindungen durch ein zwanzigminütiges Aceton-Bad ohne eine Beschädigung wieder lösen.

Um Verschmutzungen, Trennmittel aus der Gussform und nicht zuletzt kleine Gussgrate zu entfernen, sind die Bauteile mit einem Glasfaserpinsel zu versäubern.

Die vordere Stoßstange kann wahlweise mit oder ohne Zusatzscheinwerfer bestückt werden.

Für die Anbauteile werden Bohrungen gesetzt und diese probeweise angebracht, vor der Farbbehandlung jedoch wieder demontiert.

Am Fahrgestell werden die Aufnahmelöcher für die Anbauteile gebohrt

Das bulliges Aussehen wird durch das Gewicht auf den Hinterachsen unterstützt.

Der Zusammenbau beginnt mit dem Führerhaus. Hier werden die Außenteile und die Bodenplatte zusammengeklebt. Da die Kotflügel, die Stoßstange, die Inneneinrichtung und die Anbauteile, wie Spiegel und Scheibenwischer eine andere Farbgebung erhalten, werden sie nur zur Probe eingepasst. Auch das Dach wird nicht verklebt, da sonst später die Inneneinrichtung, der Fahrer und das Lenkrad nicht eingebaut werden können. Die Stoßstange kann wahlweise noch mit an den Gussarmen befindlichen Zusatzscheinwerfern ausgestattet werden. Dazu sind zwischen der Kupplung und den Scheinwerfern von unten Löcher mit 0,9 mm Durchmesser zu bohren. Wer die Fahrtrichtungsanzeiger links und rechts am Führerhaus nicht anbauen möchte, sollte nun die vorhandenen Vertiefungen für die Bohrungen ausspachteln. Vor dem Lackieren sind noch die Bohrungen für das Rundumlicht an der Führerhausrückseite, als auch für die Scheibenwischer und die Spiegel zu bohren.

Das Fahrwerk

Nun wendet man sich dem Fahrwerk zu und setzt zunächst die Bohrungen für die Anbauteile. Um die später einzuklebenden Anbauteile nicht wieder zu lösen, sollte man erst die Vorderachse zusammenbauen. Dazu steckt man die Achsschenkel in die Bohrungen der Achse und klebt, ohne die Achsschenkel zu verkleben, das Differenzial auf. Entgegen der Baubeschreibung muss die Spurstange etwas verkröpft werden, bevor sie in die Achsschenkel gesteckt und an den Enden gequetscht wird. So lassen sich später die Räder der Vorderachse verschwenken und es kann ein realistisch wirkender Lenkeinschlag dargestellt werden. Nachdem die Vorderachse fertig ist, klebt man auch die anderen Bauteile ans Fahrwerk. Dabei wird der Auspuff nicht verklebt, da er auch wieder eine andere Farbe erhält.

Im nächsten Arbeitsgang werden erst kleine Fehlstellen an den massigen Gussteilen der Ballastpritsche und dem Werkzeugkasten mit Nitrospachtel beseitigt, bevor die hinteren Kotflügel in den Ballast eingepasst werden. Dann setzt man die Hauptbaugruppen des Fahrzeuges zur Kontrolle zusammen. Dabei entdeckt man dann, dass der Auspuff mit dem hinteren Kotflügel in Konflikt gerät und somit etwas weiter vorne nach außen gebracht werden muss. Als Besonderheit wurde hier das Ende des Auspuffrohres aufgebohrt!

Die Lackierung

Die Zusatzteile werden eingepasst und bis auf den Auspuff, der separat lackiert wird, verklebt. Die Spurstange musste aufgrund der Wölbung des Getriebes entgegen der Bauanleitung verkröpft werden.

Alle Bauteile der Zugmaschine sind für die farbliche Behandlung versäubert, an Fehlstellen verspachtelt, geschliffen und schließlich mit Lösungsmitte gereinigt worden.

Wenn alle Teile passen, wird das Modell für die Lackierarbeiten wieder zerlegt. Nach der Reinigung der Bauteile erfolgt die Grundierung mit Weinert Haftgrund (2698). Der Bauanleitung folgend wurde ein Fahrzeug mit den dortigen Farbangaben gestaltet. Ein zweites Fahrzeug erhält ein purpurrotes Fahrwerk (RAL 3004 / 2613), rubinrote Felgen (RAL 3003 / 2612) und schwarze Kotflügel und Stoßstange (RAL 9005 / 2646), während die Aufbauten chromoxidgrün (RAL 6020 / 2629) lackiert werden. Mit einem Pinsel werden die Radreifen anthrazit (RAL 7021 /Revell 9), das Rundumlicht orange (RAL 2004 / Revell 30) und die Innenseiten des Führerhauses beige (RAL 1019 / Revell 89) abgesetzt. Die Sitzflächen erhalten noch einen lederfarben Anstrich mit Model Master 1736E, während der Auspuff eisenfarbig (Revell 91) lackiert wird. Der Kühlergrill am Führerhaus wird mit dem Pinsel und verdünntem Schwarz eingefärbt. Mit etwas Schleifpapier legt man vorsichtig den Schriftzug wieder frei. Ebenso hebt man mit einem dünnen Pinsel die verschiedenen Zierlinien, Griffe, Lampenfassungen mit Silber (Revell 90) vor. Im letzten Arbeitsschritt werden nun noch die Blinker gelb (Model Master 1514E) und die Rücklichter feuerrot (RAL 3000 / Revell 31) hervorgehoben.

Die Bauteile werden einzeln grundiert und dann farblich mit verschiedenen Farben behandelt.

Vor dem Zusammenbau des Fahrzeuges steht noch die Komplettierung des Führerhauses mit dem Einkleben der Kotflügel, der Inneneinrichtung und des Fahrers. Dabei wurde nicht auf den dem Bausatz beigelegten Weißguss-Fahrer, sondern auf eine Preiser-Figur aus einer der verschiedenen LKW-Fahrer-Packungen, zurückgegriffen. Erst wenn das Lenkrad eingeklebt ist, folgt das Einkleben der Fensterscheiben. Dazu nimmt man mit einem Drahtstück (0,4 mm) etwas Sekundenkleber auf, fügt es sparsam in die Fensternute und legt die Scheibe hinein. Der sparsame Umgang mit dem Kleber verhindert ein Verschmieren der Fensterscheiben mit dem Kleber. Danach folgen noch die Scheibenwischer und die Spiegel, deren Ausrichtung erst nach dem Zusammenbau des Modells geschieht. Zu guter Letzt sind noch die Nassschiebebilder mit dem Werbeaufdruck und die Nummernschilder aufzubringen. Bei dem grünen Modell wurden die Werbebilder und Warnflächen aus einem LKW-Bausatz von Kibri entnommen, während die Nummernschilder von TL-Decals stammen

 

Mit einem feinen Pinsel werden Details hervorgehoben, während er Schriftzug auf dem Kühlergrill mit Schmirgelpapier blank geschliffen wird.

Nachdem die Farbe getrocknet ist beginnt man mit der Komplettierung des Fahrwerks.

Vor dem Fenster nimmt der Fahrer mit seiner Butterbrottasche platz. Die Fensterschieben werden mit Sekundenkleber eingesetzt. Man fügt  eine geringe Menge Kleber an einem Draht in die Fensternut und legt die Scheibe hinein.

Auch das Führerhaus erhält nun seine Kotflügel, Inneneinrichtung und die Stoßstange. Die Scheibenwischer und Spiegel werden erst zum Schluss, nach den Fensterscheiben angebracht.

Das Endrohr des Auspuffes musste etwas weiter vorne herausgeführt werden, damit es nicht mit dem Kotflügel in Konflikt kommt.

Die Nahaufnahme enttarnt viele filigrane Details. Das Aufpuffrohr wurde mit einem o,4 mm Bohrer aufgebohrt, um realistischer zu wirken.

Nachdem nun die Vorarbeiten abgeschlossen sind folgt der finale Zusammenbau des Modells. Diesen beginnt man mit dem Aufkleben der vorderen Räder auf die Achsschenkel und das Einpassen der Hinterachsen. Danach werden nacheinander die Auspuffanlage, die Ballastpritsche mit den vorher eingeklebten Kotflügeln, dem Werkzeugkasten mit Ersatzrad und dem Führerhaus aufgeklebt. Nun erhalten die vordere und hintere Kupplung noch ein zurechtgebogenes Drahtstück als Kupplungszapfen und dann kann es auf die Probefahrt gehen.

Auch frei gewählte Farbvariationen sind möglich. Werbung und Warnflächen auf der Stoßstange sind von einem Kibri-Fahrzeugbausatz

Die Bahn bediehnt sich dieser Zugmaschinen, wenn die Zugkraft der Schlepper nicht ausreicht und setzt sie dann vor Schwerlastrollern ein.

In einem letzten Arbeitsschritt werden noch die dem Bausatz als Nassschiebebilder beiliegenden Nummernschilder und die Werbeanschriften aufgebracht

Um unfallfrei rangieren zu können bedarf es immer eines Einweisers

Ein kleines Drahtstück sorgt als Kupplungszapfen für ein funktionierendes Modell.

Die bullige Zugmaschine scheint mit dem leeren Schwerlastroller keine Probleme zu haben.

Der Schwerlastroller

Neben den Straßenrollern ist der Schwerlastroller mit seinen massigen Längsträgern deutlich stabiler konstruiert und wieder einmal hervorragend von  Weinert Modellbau als Modell umgesetzt.

Der Schwerlastroller wurde erstmals in dem Neuheitenblatt 2007 angekündigt. Damals nur in den Versionen als 16-rädrige Grund- und als 8-rädrige Ergänzungs- bzw. Grundeinheit. Im Neuheitenblatt 2008 erweiterte man die Vorankündigung noch um die 8-rädrige Mitteleinheit, während man in diesem Jahr bekannt gab, dass man sich hinsichtlich der Ausführung der Räder und Reifen für durchbrochene Kunststofffelgen und profilierte Gummirädern entschieden hat. In dieser Variantenauswahl und Ausführung ist der Schwerlastroller „LS 160“ nun auf den Markt gekommen. So sind nun die 16-rädrige Grund- und Mitteleinheit (4586) für 27,90 Euro, die 8-rädrige Grundeinheit (4587) für nur 13,90 Euro und die 8-rädrige Mitteleinheit (4590) für ebenfalls günstige 11,50 Euro im gut sortierten Fachhandel erhältlich.

Die Komplettbausätze, wie hier die achtachsige Grund- oder Mitteleinheit (Art.-Nr. 4586), besteht aus einer Kombination von Weißmetall- und Messinggussteilen.

An die Mitteleinheit (Art.-Nr. 4590) kann an beiden Seiten angeschlossen werden

Nach dem Versäubern werden die vorhandenen Bohrlöcher vor dem Zusammenbau vertieft und zur Probe zusammen gesteckt.

Die Baubeschreibung empfiehlt für das Ankleben der Kupplungs-elemente einen Zweikomponenten-Kleber. Im „Spielbetrieb“ haben sich jedoch die mit Sekundenkleber angebrachten Elemente nicht gelöst.

Die Komplettbausätze bestehen wie die Zugmaschine jeweils aus Weißmetall- und Messinggussteilen. Zudem sind Drahtstücke für die Deichsel und die Achsen beigefügt. Die Besonderheit der Bausätze sind die Räder und Reifen, die erstmalig nicht als ein Bauteil aus Weißmetallguss beiliegen, sondern als Kunststofffelgen und profilierte Gummireifen. Diese neuen Bauteile machen einen sehr ansprechenden Eindruck und verbessern den Gesamteindruck des bereits sehr guten Modells.

Vor dem Zusammenbau stehen wieder das Abtrennen und Versäubern der Bauteile, ebenso wie das leichte Aufbohren der vorhandenen Bohrungen, damit die Bauteile ineinander passen. Dann erfolgt das Verkleben der Rahmenteile. Hilfreich ist dabei ein kleiner Winkel der als Anschlag dient. Damit der Längsträger richtig am Winkel anliegt, sind die Achsaufnahmen von Gussresten zu befreien und eben zu feilen. Das Verkleben erfolgt wieder mit Sekundenkleber-Gel. Danach werden die an der Außenseite der Längsträger zu befestigenden Luftbehälter angepasst, aber nicht verklebt, da sie separat lackiert werden. Die Bauanleitung empfiehlt die Kupplungselemente mit Zweikomponentenkleber zusammen zu fügen. Bei den vorliegenden Modellen wurde normaler Sekundenkleber verwendet, der sich auch im Praxistest bewehrt hat. Zudem ist noch anzumerken, dass bei der 16-rädrigen Grund- und Mitteleinheit nur zwei Kupplungselemente beigefügt sind. Will man diese Einheit als Mitteleinheit einsetzen, benötigt man noch zwei weitere Kupplungselemente. Diese erhält man bei Weinert auf Anfrage und gegen Zusendung eines ausreichend frankierten Rückumschlages.

Bei den Grundeinheiten sind die Aufnahmelöcher für die Kotflügel nachzubohren und die Deichseln zusammen zu bauen. Dies erfolgt durch ein Stück Draht, dass als Verbindung zwischen der Deichsel und dem Übergangsstück eingesetzt wird. Die Enden werden wiederum gequetscht, damit das Drahtstück nicht mehr herausrutscht. Zur Probe werden dann alle Teile und die Räder mit Achsen einmal zusammengesetzt, um zu prüfen, ob auch alles beweglich funktioniert.

Für die farbliche Behandlung wird die Einheit wieder zerlegt

In Anlehnung an die Farbgebung bei den Straßenrollern, wurde die Konstruktion in RAL 7031 lackiert. Die Felgen erhielten den gleichen Farbauftrag wie die Felgen der Zugmaschine.

Bei allen drei Modellen – hier die vierachsige Grund- und Mitteleinheit (Art.-Nr.4587) – sind die Felgen und Reifen erstmals aus Kunststoff gegossen bzw. bestehen aus einer Gummimischung..

Um das Modell passgenau auszurichten, sollte man es beim Verkleben mit Sekundenkleber-Gel an einen kleinen Metallwinkel anlegen.

Die äußeren Druckbehälter, ebenso wie die Kotflügel und die Deichsel werden eingepasst, aber dann wieder abgebaut, um separat lackiert werden.

Die komplett zugerüstete vierachsige Grundeinheit vor dem Lackieren...

Beim Verkleben der Mitteleinheit, sollten die Kupplungselemente erst nach dem Zusammenkleben der Grundelemente angeklebt werden.

Die drei verschieden großen Einheiten nach dem Zusammenbau, noch ohne eine farbliche Behandlung..

Vor dem Farbauftrag erfolgt einen Grundierung mit Weinerts Haftgrund. Dabei werden auch die Felgen grundiert, das sie ebenfalls lackiert werden.

Die kleine Grundeinheit (Art.-Nr.4587) ist fertig lackiert....

Beim Rangieren war stets eine Hilfskraft notwendig.

An den Kotflügeln wurden die Rücklichter und Reflektoren erst silbern umrandet und dann rot abgesetzt. Die Nummernschilder sind als Selbstklebeschilder dem Bausatz beigefügt, während die Warnflächen einem Nassschiebesatz von Kibri entnommen sind.

Wenn man die achtachsige Einheit nicht als Grund- sondern Mitteleinheit einsetzen möchte, benötigt man zusätzliche Kupplungsteile, die man gegen einen ausreichend frankierten Rückumschlag von Weinert erhält.

Zur kraftschlüssigen Verbindung wurden Bolzen in die Kupplungsteile eingebracht.

Solch eine Steigung war nur mit leeren Schwerlastrollern zu bewältigen, da die Federwege im beladenen Zustand zu kurz waren.

Die Farbgebung

Nun erfolgt die farbliche Gestaltung die ebenfalls mit der Grundierung der einzelnen Bauteile beginnt. Dabei werden auch die Felgen grundiert und anschließend rubinrot lackiert (RAL 3003 / 2612), um ihnen den Kunststoffglanz zu nehmen. Die Konstruktion wird abweichend von der Baubeschreibung und in Anlehnung an die Lackierung der Culemeyer-Straßenroller,

nicht schwarzgrau, sondern blaugrau (RAL 7031 / 2639) lackiert. Mit einem feinen Pinsel setzt man die Außenseiten der Rückleuchten silbern ab und markiert die Leuchten auf der Vorderseite feuerrot. Warnflächen aus dem besagten Kibri-Beschriftungssatz, oben auf dem Kotflügel  angebracht, und die aufgebrachten selbstklebenden Weinert-Nummernschilder schließen die Arbeiten ab.

Im letzten Arbeitsschritt erfolgt nun der Zusammenbau der jeweiligen Einheit. Ob die Grundeinheiten dabei mit einer Deichsel oder mit Kotflügeln ausgerüstet werden, hängt davon ab, womit und wie die einzelnen bzw. verschiedenen Einheiten kombiniert werden. Dazu gibt die Firma Weinert in ihrer Bauanleitung einige vorbildliche Kombinationen an. Für welche Kombination man sich entscheidet hängt dann davon ab, welche Last man transportieren muss oder was für eine Situation man darstellen möchte. Natürlich sind auch Szenen denkbar, bei denen die einzelnen Elemente miteinander verbunden werden und die Verbindungsbolzen gerade eingesteckt werden...

So bieten die einzelnen Einheiten in Verbindung mit der schweren Zugmaschine verschiedene und immer wechselnde Möglichkeiten Szenen zu arrangieren.

 

Alle Varianten der verschieden Einheiten auf einen Blick. Links: Die vierachsige Grundeinheit als Kupplungs- und Endeinheit. Mitte oben: Die Mitteleinheit. Mitte unten und rechts: Die achtachsige Einheit als Mittel-, Kupplungs- und Endeinheit.

Die kleinen Fotos oben und links zeigen einige der verschiedenen Kombinationsmöglichkeiten des Schwerlastrollers

Die Schwerlastroller besaßen keine Lenkung. Deshalb konnten Kurven nur in großen Radien gefahren werden.

Selbst die kleinste Einheit – zwei vierachsige Grundeinheiten machen schon einen bulligen Eindruck.

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