„Die Russen kommen…“

„Flachwagen SSyl 19 von Krüger Modellbau“

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Sie bildeten eine Sonderbauart – die vierachsigen Flachwagen SSyl 19 russischer Bauart. Hier als detailreiches Modell von Krüger Modellbau

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Der Bausatz besteht aus zwei Neusilber-Ätzplatinen und wird durch Federpuffer, Kadee - Drehgestelle und zwei Kurzkupplungskinematiken mit Bügelkupplungen ergänzt

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Für das Abwinkeln der Flansche, Seiten- und Kopfteile benötigt man eine Flachzange und eine glatte Unterlage, um das feine Blech nicht zu verbiegen

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Mit einem Flammen-Lötbrenner und etwas Weichlot wird die Drehgestellaufnahme in Form einer Messingschraube unter den Flachwagen gelötet. Das Bauteil „30“ wird u-förmig gebogen und dient später als Auflage für das Drehgestell

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Auf die abgewinkelten Kopfstücke werden die Pufferbohlen mit Sockelplatten geklebt. Die Federpuffer dienen dabei zur Justierung. Die Stützdreiecke werden um 180° gefaltet und in die Schlitze der Pufferbohle geklebt

…nicht mit Angst und Schrecken, sondern in Form eines vierachsigen Flachwagens. Im Rahmen dieses Beitrages stellen wir den Bausatz des Kleinserienherstellers, Krüger Modellbau aus Dautphetal, im Maßstab H0 vor.

Im Wagenpark der Deutschen Bundesbahn gab es so manche Splittergattung. Dazu gehörte unter anderem auch ein vierachsiger Flachwagen, der zwischen 1930 und 1940 in Russland gebaut wurde. In den Wirren des Krieges gelangten einige dieser Wagen nach Deutschland und verblieben hier. Sie wurden bei der jungen Bundesbahn unter der Gattungsbezeichnung SSyl 19 geführt und so in den frei verfügbaren Wagenpark eingereiht.

Bei der Umschreibung der Gattung zum Rlmmp 693 ordnete man ihnen noch einen Nummernblock mit einer Anzahl von 360 Stück zu. Allerdings wurden hier später nur noch fünf Wagen eingetragen. Hintergrund des plötzlichen Schwundes waren wohl Probleme mit den russischen Bremsanlagen der Bauart Matrossow. Dies führte dazu, dass die meisten Wagen in den Dienstgüterverkehr oder an Privatbahnen abgegeben worden sind. Hier sind heute noch einige Exemplare vorhanden.

Das Modell von Krüger-Modellbau

Der Kleinserienhersteller, Martin Krüger, aus Dautphetal bietet den Flachwagen in verschiedenen Versionen an. Nähere Informationen sind über das Internet auf www.krueger-modellbau.de oder telefonisch unter 06466-80104 zu erfragen.

Der Bausatz für einen Wagen umfasst neben einer Vielzahl von Neusilber-Ätzteilen, zwei Kurzkupplungskinematiken, vier Federpuffer und einen Satz Drehgestelle des amerikanischen Herstellers Kadee. Dazu hat Herr Krüger eine Bauanleitung geschrieben, die Schritt für Schritt zum fertigen Wagenmodell führt. Sicherlich mag der ein oder andere etwas skeptisch auf die Teile schauen und nicht so recht an den Bastelerfolg glauben, aber an dieser Stelle sei jegliche Angst genommen. Der Falt-Spezialist Krüger kreiert auf seine geniale Art aus einigen zweidimensionalen Bauteilen ein hervorragendes, detailreiches, dreidimensionales Modell und verschafft einem dabei einen großen Bastelspaß.

Bevor die Arbeiten begonnen werden, sei hier noch angemerkt, dass es sich empfiehlt die einzelnen Bauteile erst dann aus der jeweiligen Ätzplatine zu trennen, wenn die Teile gebraucht werden. So können die Teile durch die auf der Platine vorhandenen Nummern klar zugeordnet werden und bleiben vor einer ungewollten Beschädigung bis zum Einbau geschützt. Die meisten Teile – bis auf die Messingschraube als Drehgestellaufnahme – werden mit Sekundenkleber fixiert. Zudem liegen die Biegenuten immer auf der Innenseite. Zur besseren Orientierung haben wir die Bauteilnummern, bei den jeweiligen Bauschritten mit aufgeführt.

Zuerst werden der Ladeboden (10) und das Untergestell (2) aus der Platine getrennt und versäubert. Während der Ladeboden bereits jetzt für die farbliche Behandlung zur Seite gelegt werden kann, müssen vor der Bearbeitung des Untergestells die Bindeösenhalter (8), die Kupplungssockel und die Stützdreiecke (31) aus dem Bauteil herausgetrennt und separat gelagert werden. Dies geschieht, damit diese nicht beschädigt werden oder gar verloren gehen.

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Beim Original durchstoßen die Querträger den seitlichen Längsträger. Um dies beim Modell zu imitieren, werden die waagerechten Flansche als kleine Ätzteile in den Längsträger geklebt

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Die Rungenhalter werden U-förmig gefaltet, in die Schlitze des Längsträgers gesteckt…

Nun beginnt man damit die Seitenteile des Untergestells senkrecht abzuknicken. Neben einer Flachzange ist hier auch ein Stück gerades Hartholz hilfreich, um die Seiten sauber abknicken zu können. So wird mit der Flachzange erst die Seite abgeknickt und dann an der Kante des Holzstückes senkrecht ausgerichtet. Danach folgen die unteren Flanschbleche, die nach außen gebogen werden. Ebenso verfährt man mit den beiden Kopfblechen, bevor man dann zur ersten, aber auch einzigen Herausforderung kommt – dem Einlöten der Drehgestellaufnahmen in Form einer Messingschraube.

Die Aufnahmen der Drehgestelle

Mit einem Flammenlötgerät werden erst die Kontaktflächen verzinnt, um dann die Schrauben (21) senkrecht auf die Wagengrundkonstruktion zu löten. Hier ist ein Flammlötgerät ratsam, um den großen Wagenboden und die massive Messingschraube gleichfalls schnell zu erhitzen. Nun wird über die Schraube die u-förmig gefaltete Drehgestellauflage (30) gestülpt, die überstehenden Laschen in die Schlitze der Wagengrundkonstruktion geführt und dann verklebt. Verschiedene Versuche haben ergeben, dass die später in der Bauanleitung aufgeführten Distanzstücke für eine Höhenregulierung (16) nicht notwendig sind und entfallen können.

Im nächsten Arbeitsschritt folgen die Pufferbohlen (3). Hier sind erst die Puffersockelplatten um 180° umzuschlagen. Dann werden mit Hilfe der Federpuffer die Pufferbohlen auf den Kopfstücken der Wagenkonstruktion ausgerichtet und verklebt. Für das Be- und Entladen von Fahrzeugen befinden sich an den Kopfseiten der Wagen Stützdreiecke, auf die Bleche gelegt werden konnten, damit die Fahrzeuge an der Laderampe über die Puffer von den Wagen fahren konnten. Diese Stützdreiecke (4) sind aus der Ätzplatine zu trennen, zu versäubern, 180° zu falten und in die Schlitze der Pufferbohlen einzukleben. Dabei ist darauf zu achten, dass die Oberkanten der Dreiecke alle die gleiche Höhe haben und waagerecht sind. Gegebenfalls sind die Laschen vor dem Einkleben mit einer Feile zu verjüngen.

Die Längsträger

Nun folgt die Zurüstung der Längsträger, in die diverse Bauteile einzustecken sind. Zuerst sind die Imitationen der Querträger dran. Beim Vorbildwagen sind unter dem Wagen verschiedene Querträger angeordnet. Markant ist, dass die unteren Flansche der Querträger die seitlichen Längsträger durchstoßen und so von außen sichtbar sind. Die bildet Martin Krüger durch seine Querträgerimitationen nach. Da die äußeren Querträger beim Vorbild aus massiveren Profilen bestehen, sind die äußeren Querträgerimitationen (5) größer als die für die inneren Positionen (6). Die Neusilber-Ätzteile werden wiederum herausgetrennt, versäubert, durch den Schlitz gesteckt und dann von innen mit Sekundenkleber fixiert. Als nächstes folgen die nahe dem Wagenende angeordneten Schmierkästen (7). Diese Teile sind um 90° abzubiegen, durch die Schlitze zu stecken und ebenfalls von innen zu verkleben. Nun folgen noch die Bindeösenhalter (8) und die Verstärkungsdreiecke (31), die in gleicher Weise am Längsträger befestigt werden. Die genauen Positionen der einzelnen Bauteile sind den nebenstehenden Abbildungen, die die vorgenannten Arbeitsschritte einzeln zeigen zu entnehmen. Übrigens werden die Bindeösen (14) erst später – nach dem Lackieren des Wagens – eingebaut, damit sie beim Lackieren nicht mit dem Längsträger verkleben und dann hässliche Fehlstellen in der Lackierung hinterlassen.

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Für den Einbau der Kurzkupplungskinematik sind die drei Anschlagbleche in der Grundkonstruktion um 90° aufzustellen und die Mechanik dort einzulegen

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Mit einem Probanten wird die richtig Höhe der Kupplungsaufnahme durch das Auf- und Abschieben der Kupplungsaufnahme auf dem Zapfen eingestellt

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Trotz seiner etwas problematischen Bremsanlage wurde der russische Exote lange Zeit im frei verfügbaren Wagenpark mitgenutzt

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Die Pufferbohle wird mit einem Kupplungssockel ausgestattet und kann mit einem Bremsschlauch und einer Originalkupplung – hier beides von Weinert Modellbau – ergänzt werden

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Durch die große Öffnung in der Nachbildung des russischen Kupplungssockels, rutscht der Kupplungshacken zu weit hinein, sodass das Gehänge der Kupplung fast waagerecht steht und nicht herunterhängt. Um dies zu verhindern wird auf der Grundplatte ein Anschlag aufgeklebt

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Da der Aufstieg leicht verformt oder gar beschädigt wird, wird er erst als letztes Bauteil eingeklebt.

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Die Farbgestaltung

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Die Längsträger werden mit Verstärkungsblechen, Schmierkastenimitationen und offenen Bindeösenhalterungen bestückt

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…und dann auf der Innenseite des Längsträgers nach außen gefaltet

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In gleicher Weise werden auch die beiden Rungenhalter an jeder Pufferbohle angebracht

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Die freibeweglichen Bindeösen sind ein großartiges Detail und sollten sofort zum Verzurren irgendwelcher Güter, wie LKWs, Maschinenteile oder Sonstigem genutzt werden

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Besonders der Kupplungssockel mutet etwas fremdländisch an und will nicht so recht ins Bild passen

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Da die Zettelkästen beim Vorbild auf einem U-förmigen Blech befestigt sind, ist das Ätzblech erst entsprechend zu falten, bevor es am Längsträger aufgeklebt wird

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Zur Einstellung der Kupplungsaufnahme an der Kinematik wird auch das Drehgestell montiert und mit einer Mutter gesichert

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In der ermittelten Höhe wird die Aufnahme festgeklebt und der überstehende Zapfen abgeschnitten, damit sich das Drehgestell frei drehen kann

Abweichend von der Baubeschreibung werden nun nicht die Trittbügel eingesetzt. Sie sollten zum Schluss eingeklebt werden, da sie sehr filigran sind und bei den nun folgenden Arbeitsschritten leicht verformt oder beschädigt werden könnten. So folgen nun die Rungenhalter für die Längs- (12) und Kopfseiten (13). Beim Vorbild sind dies kleine, unten geschlossene, angeschweißte Kästen. Natürlich stellt auch die Nachbildung dieser Bauteile für Martin Krüger keine allzu große Herausforderung dar. Aus kleinen Ätzblechen, die dreidimensional gefaltet werden, entstehen die kleinen Rungentaschen, die ebenfalls durch die Längs- bzw. Kopfseiten geführt werden. Zur besseren Befestigung sind hier auf der Innenseite der Träger die durchgesteckten  Laschen abzuknicken, um sie dann mit einem Tropfen Kleber zu fixieren.

Auf den Längsträgern fehlen noch die Zettelkästen. Diese sind bei diesem Wagen nicht einfach auf dem Längsträger befestigt, sondern durch ein U-förmiges Blech mit einem Abstand versehen. So sind auch diese Ätzteile (15) entsprechend zu falten und dann auf den Längsträger zu kleben. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Zettelkästen bei den verschiedenen Wagen an unterschiedlichen Stellen zu positionieren sind. Dazu liefert Martin Krüger unterschiedliche Beschriftungssätze und ordnet den jeweiligen Beschriftungssätzen die richtige Position für die Zettelkästen zu.

Die Kurzkupplungskinematiken

Bevor es nun an die letzten Anbauteile und Verfeinerungen geht, muss die Entscheidung getroffen werden, wie der Wagen ausgestattet wird. Zum einen kann er mit der mitgelieferten Kurzkupplungskinematik oder mit einer Originalkupplung und Bremsschlauch ausgestattet werden. Für die zweite Version müssen jedoch die entsprechenden Bauteile – Originalkupplung (8632) und Bremsschlauch (8293) – zum Beispiel von Weitert hinzu gekauft werden.

Für die Montage der Kurzkupplungskinematik werden in der Wagengrundkonstruktion zwischen der Drehgestellaufnahme (30) und der Pufferbohle die drei Anschlagbleche um 90° nach unten gebogen. In dieser Tasche aus diesen drei Anschlägen und der Drehgestellaufnahme wird nun die Kinematik mit der ausgesteckten Kupplungsaufnahme eingelegt. Der Platz für die Kinematik ist bewusst etwas eng bemessen, damit sie sich dort einklemmt. Danach folgt die Montage der Drehgestelle, um den Wagen ein erstes Mal auf das Gleis zu stellen. Nun gilt es mit Hilfe eines anderen Wagens die Kupplungsaufnahme zu justieren und festzukleben. Im vorliegenden Fall wurde ein BRAWA G10 mit einer Starrkupplung, ebenfalls von BRAWA (2250), ausgestattet und damit die Kupplungsaufnahme justiert. Nach dem Verkleben der Aufnahme ist der überstehende Kupplungszapfen abzuschneiden, damit sie das Drehgestell nicht behindert. Danach ist die Kupplungskinematik in der Aufnahmetasche mit Zweikomponentenkleber zu befestigen.

Bevor nun die zweite Variante beschrieben wird, ist noch anzumerken, dass für beide Pufferbohlen ein Kupplungssockel russischer Bauart als Ätzteil (Ohne Nummer) beigefügt ist. Dieses Ätzteil ist zweimal zu falten und dann in der Mitte der Pufferbohle auszukleben. Bemerkenswert ist dass die Öffnung für die Kupplung bei diesem Bauteil sehr groß ausfällt. Baut man nun eine Originalkupplung ein, so wird diese durch die rückseitige Feder so weit in die Öffnung des Sockels hineingezogen, dass die Kupplungsbügel fast waagerecht abstehen. Dies macht auf der Unterseite des Wagens einen Anschlag notwendig, damit die Kupplung nicht so weit herein gezogen wird. Ansonsten erfolgt die Montage der Originalkupplung wie bei allen anderen Wagen. Fehlt nun noch der Bremsschlauch. Dieser kann bei beiden Wagenversionen – mit Bremsanlage oder als Leitungswagen – angebracht werden und wird von unten an die Pufferbohle geklebt.Nachdem hier alles passend angebracht und durch entsprechende Rollproben überprüft wurde, kommt endlich der Trittbügel (9) an die Reihe. Auch dieses Bauteil gilt es zu falten und dann auf der Innenseite des Längsträgers festzukleben.Um die einzelnen Klebeverbindungen zusätzlich zu stabilisieren, werden sie auf der Innen- bzw. Unterseite mit einem Tropfen Zweikomponentenkleber fixiert.

Bevor es an die farbliche Gestaltung der Bauteile geht, sollte dem Ladeboden noch ein wenig Struktur verliehen werden. Dazu raut man mit 80er Schleifpapier die Oberfläche in Längsrichtung der Bohlen etwas auf.

Die farbliche Gestaltung reduziert sich nach einer Grundierung mit Haftgrund (Weinert 2698) auf zwei Farbtöne. So wird der Ladeboden holzfarben (wood) von MasterModell (1735) lackiert, während die Wagenkonstruktion und die Bindeösen schwarz (RAL 9005) mit Farbe von Weinert (2646) eingefärbt werden. Dazu erhalten auch die Kadee-Drehgestelle eine schwarze Spritzlackierung. Ebenso wird der Rand bzw. die Einfassung des Ladebohlenbelages schwarz abgesetzt. Dies geschieht am einfachsten mit einem schwarzen wasserfesten Filzstift. Mit einem Pinsel wird dann noch der Hebel des Bremsschlauches rot abgesetzt.

Die Beschriftung und Arbeiten am Detail

Nach einer angemessenen Trockenzeit wird das Modell beschriftet. Dazu sind die beigefügten Nassschiebebilder ganz knapp entlang der Beschriftungen abzuschneiden und dann laut dem der Bauanleitung beigefügten Beschriftungsvordruck aufzubringen. So werden die einzelnen Schiebebilder in Wasser angeweicht, mit einem Zahnstocher auf den Längsträger geschoben, um sie dann mit einem Wattestäbchen vorsichtig anzudrücken. Nach einer Behandlung mit einem Weichmacher (z.B. von Gassner) schmiegen sich die einzelnen Schiebebilder an und lassen die Trägerfolien nahezu unsichtbar erscheinen.

Jetzt folgen die einzelnen Bindeösen (14). Diese werden aus der Ätzplatine gelöst, schwarz nachlackiert und dann vorsichtig in die Bindeösenhalter eingefädelt. Danach drückt man die Halter vorsichtig zu, damit die Ösen nicht nach unten herausfallen.

Im letzten Arbeitsschritt wird nun das Modell zusammengesetzt. Dazu raut man zunächst die Unterseite des Ladebodens und die Oberseite der Unterkonstruktion ein wenig an, um die Teile dann mit Sekundenkleber-Gel zu verkleben. An den Drehgestellen sind die unteren Ausnahmen mit einem Kugelfräser ein wenig aufzuweiten, damit sich die Drehgestelle frei bewegen können und nicht bei einer Drehbewegung die Mutter lösen. Dann sind die Drehgestelle einzusetzen und jeweils mit einer Mutter zu sichern. Bevor man nun zu einer erneuten Kontrollfahrt aufbricht, können noch ein paar Verwitterungsspuren aufgebracht werden. So betont man die Drehgestelle und Räder mit etwas Rostfarbe, während die Längsträger leicht grau eingenebelt werden. Damit sind alle Arbeiten abgeschlossen und das Modell kann in den frei verfügbaren Wagenpark aufgenommen werden.

 

Sicherlich wird sich der Ein oder Anderen fragen, warum solch einen Aufwand für einen vierachsigen Flachwagen? Nun, zum Einen schließt dieser Wagen eine Lücke im Wagenpark der Modellwelt und zum Anderen bereitet der Zusammenbau des Modells einen ungeheueren Bastelspaß, da alle Bauteile sehr passgenau und sauber ausgearbeitet sind. Zudem bietet der Wagen eine reichhaltige Anzahl von besonderen Details und vor allem frei bewegliche Bindeösen. Diese schreien förmlich danach mit Gütern und Lasten verzurrt zu werden. Dies regt zu weiteren Bastelstunden an und schafft Raum für die eigene Kreativität.

Schön ist es da auch, dass es von diesem Wagen noch eine weitere Variante, den Flachwagen XXtro 39 mit umlaufenden Bordwänden, gibt. Aber dazu in einem weiteren, dann aber um einiges kürzen Berichtes mehr. Nun erst einmal viel Spaß mit dem SSyl 19…

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Die Nassschiebebilder sind sehr knapp auszuschneiden, in lauwarmen Wasser anzuweichen, mit einem Zahnstocher aufs Modell zu schieben und dann mit einem Wattestäbchen vorsichtig anzudrücken.

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Feierabend…

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Eine Stellprobe mit nur lose aufgelegter Ladefläche lässt schon einiges erahnen.

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Nach einer Grundierung erfolgt der Farbauftrag mit nur zwei Farben. Dabei dürfen die fertigen Drehgestelle mit einbezogen werden

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Bevor es ans Beladen geht, noch schnell ein prüfender Blick auf die zulässige Gesamtbelastung

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Die hauchdünne Trägerfolie der Nassschiebebilder ist fast nicht mehr zu sehen

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Die Bindeösen werden noch am Ätzblech grundiert und schwarz lackiert. Danach trennt man sie heraus, lackiert sie nach und führt sie in die Bindeösenhalter, die danach vorsichtig zugedrückt werden müssen.

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Das fertig lackierte und beschriftete Modell...

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Mit den filigranen Auftritten und vielen anderen Details wirbt der Wagen um die Aufmerksamkeit des Betrachters

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Mit diesem vorbildgerechten Modell des vierachsigen Flachwagens SSyl 19 schließt Martin Krüger auf einmalige Art eine Lücke im Wagenpark

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